Verletzte, Festnahmen
Schock! Schüsse bei Prozess um getöteten Boxer
Durch Schüsse vor dem Landgericht in der deutschen Stadt Bielefeld sind am Mittwoch mehrere Menschen verletzt worden. Vor Ort wurden demnach zwei Tatverdächtige festgenommen. Der Vorfall steht wohl im Zusammenhang mit einem laufenden Prozess um einen getöteten Profiboxer.
Wie „Bild“ und die „Neue Westfälische“ berichteten, seien der Vater und der Bruder eines Angeklagten im sogenannten Nimani-Prozess angeschossen worden, es soll noch zwei weitere Opfer geben.
Zwei Tatverdächtige festgenommen
Zwei Tatverdächtiger wurden nach dpa-Informationen festgenommen. In den Abendstunden wurde bekannt, dass auch nach einem dritten Tatbeteiligten gefahndet werde.
„Draußen schießt einer!“
Augenzeugen berichteten laut „Bild“ zum Tathergang, dass Wachtmeister vor der Tür des Gerichtssaals plötzlich schrien: „Draußen schießt einer!“ Offenbar sei von einem Gehweg aus geschossen worden, wonach einer der Täter in einen Fluchtwagen gestiegen sei und von dort aus weitergeschossen habe. Auch die „NW“ berichtete, ein Augenzeuge habe von Schüssen aus einem Auto heraus gesprochen.
Hohe Sicherheitsauflagen für Prozess um getöteten Boxer
Am Bielefelder Landgericht wird derzeit der Mord an dem Boxer Besar Nimani verhandelt, der im März 2024 in der Bielefelder Innenstadt erschossen worden war. Die Verhandlungstage finden unter großen Sicherheitsauflagen statt. Beamte einer Einsatzhundertschaft der Polizei sichern jeweils das Gebäude und den Verhandlungssaal. Alle Besucher, Nebenkläger und Medienvertreter mussten sich vor Eintritt in den Gerichtssaal durchsuchen lassen.
Laut Anklage der Staatsanwaltschaft Bielefeld sollen zwei Männer dem Opfer am 9. März 2024 aufgelauert und nach einem gemeinsamen Tatplan vor einem Geschäft in der Bielefelder Fußgängerzone 16 Schüsse abgegeben haben. Der 38-Jährige hatte zuvor in der Nähe sein Auto geparkt und war zu Fuß in Richtung des späteren Tatorts gegangen. Er verblutete noch am Tatort. Das Motiv ist bis heute unklar. Der jetzt wegen heimtückischen Mordes 34-jährige Angeklagte hat sich bislang nicht zu dem Tatvorwurf geäußert. Ein weiterer Tatverdächtiger ist weiterhin auf der Flucht.

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