Chaos nach Blackout
Massiver Stromausfall: Ausnahmezustand in Chile
In weiten Teilen Chiles ist am Dienstag der Strom ausgefallen. Die Regierung verhängte den Ausnahmezustand und eine Ausgangssperre von 22 bis 6 Uhr. Santiago lag praktisch im Dunkeln. In der ganzen Stadt heulten die Sirenen von Einsatzfahrzeugen.
Der großflächige Blackout ist durch den Ausfall einer Übertragungsleitung im Norden des Landes verursacht worden.
- Stunden nach dem Ausfall wurde in einigen Teilen der Hauptstadt Santiago sowie in den Küstenstädten Valparaiso und Vina del Mar die Stromversorgung zum Teil wiederhergestellt.
- Der Stromausfall betraf Gebiete im Norden mit seiner Bergbau-Industrie bis hin zu den zentralen und südlichen Regionen, in denen der Großteil der Bevölkerung des Andenstaates lebt.
- In großen Kupferminen im Norden des Landes wurde die Produktion unterbrochen. Einem Insider zufolge fiel auch in der weltgrößten Kupfermine, Escondida, der Strom aus.
„Es gibt kein Bargeld. Kein Geld. Nichts“
Die Hauptstadt und gleichzeitig größte Stadt Chiles, Santiago, lag praktisch im Dunkeln. In der ganzen Stadt heulten die Sirenen von Einsatzfahrzeugen. Die U-Bahn, die Millionen von Fahrgästen befördert, fiel aus. Passagiere mussten aus den liegengebliebenen Zügen in Sicherheit gebracht werden. „Es gibt nichts. Es gibt kein Bargeld. Kein Geld. Nichts“, so ein Anrainer.
Ursache des Stromausfalles unklar
Der Leiter des Nationalen Elektrizitätskoordinators Chiles (CEN), Ernesto Huber, sagte, es gebe noch keinen Zeitplan für die Wiederherstellung der Stromversorgung im ganzen Land. Allerdings sei in Gebieten im Norden und Süden die Stromversorgung allmählich wieder in Gang gekommen. Die Ursache des Stromausfalles – bzw. warum es zu einem Ausfall der Übertragungsleitung kam - wird noch untersucht.
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