Bei Buchvorstellung
Merkel warnt in Wien vor Ignorieren der Ukraine
Die deutsche Ex-Kanzlerin Angela Merkel fand am Montagabend bei ihrem Besuch in Wien deutliche Worte: Man dürfe das Schicksal der Ukraine im Krieg mit Russland nicht ohne die Ukraine entscheiden. „Was überhaupt nicht sein kann, ist, dass es über den Kopf der Ukraine passiert“, sagte Merkel.
Die Altkanzlerin wünsche sich, dass die Europäer in der NATO mit dem US-Präsidenten Donald Trump einen Weg finden würden, damit Russland den Krieg nicht gewinne. Merkel betonte, dass die Ukraine als eigenständiger Staat bestehen bleiben soll.
Die Altkanzlerin las im Wiener Konzerthaus aus ihrem neuen Buch „Freiheit. Erinnerungen 1954 – 2021“ vor. Das nutzte die deutsche Altkanzlerin auch, um ihre Meinung zum aktuellen Weltgeschehen zu äußern.
Merkel: Trump scheint Deutschland zu misstrauen
So gab sie auch ihren Senf zum US-Präsidenten Donald Trump hinzu. „Er betrachtet alles aus der Perspektive eines Immobilienunternehmers“, kritisierte sie. Für ihn sei der Erfolg des einen der Misserfolg eines anderen. „Deutschland schien er besonders zu misstrauen“, erzählte Merkel von ihren Begegnungen mit Trump.
Merkel über CDU-Sieg erfreut
Zur aktuellen Lage in Deutschland – dort waren am Wochenende Bundestagswahlen – sagte Merkel hingegen nicht viel. Sie freue sich, dass die CDU/CSU die meisten Stimmen gewinnen konnte. Sie gab aber zu bedenken, dass man populistische Parteien wie die AfD nicht kleinhalten könne, indem man einfach ihre Themen übernehme, ohne dabei Lösungen zu präsentieren. „Maß und Mitte sind die Basis für den Erfolg demokratischer Parteien“, hielt sie fest. Das gelte auch für die Flüchtlingspolitik.
Kronen Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen 








Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.