Durch intensive Ermittlungen konnte das Landeskriminalamt OÖ ein ungarisches Ehepaar überführen, das von September 2024 bis 11. Februar 2025 zwei Landsfrauen sexuell ausgenützt und sich durch deren Prostitution in Wels eine fortlaufende Einnahmequelle verschafft haben soll. Dabei dürfte die starke finanzielle Notlage der Opfer massiv ausgenützt worden sein.
Bei einem der verdächtigen Zuhälter, einem 39-jährigen Ungarn, konnten die Zielfahnder des LKA OÖ zunächst einen aufrechten EU-Haftbefehl vollstrecken. Bei der Personsdurchsuchung des Festgenommenen gelang es den Ermittlern, mehr als 7000 Euro, Entgelte aus der Zuhälterei, sicherzustellen.
Ausgebeutete Landsfrauen
Im Anschluss wurde das illegale Bordell, das als normale Wohnung getarnt war, in Wels kontrolliert. Dort wurden auch zwei ausgebeutete Prostituierte gefunden. Eine weitere darin aufhältige Frau, eine 37-jährige Ungarin, stellte sich im Laufe der Ermittlungen schließlich als zweite Zuhälterin heraus. Bei ihr handelte es sich um die Ehefrau des zuvor geschnappten Verdächtigen.
Durch Freier bezahlte Gelder in der illegalen Wohnungsprostitution mussten offenbar vor Ort sofort an die Zuhälter abgegeben werden, in allen Fällen dürfte das zumindest die Hälfte des Schandlohns ausgemacht haben.
Verdacht auf weitere Opfer
Die Staatsanwaltschaft Wels ordnete auch die Festnahme der 37-Jährigen an, da sich allein durch die Ausbeutung der beiden einvernommenen Prostituierten eine Zuhälterei im mittleren fünfstelligen Eurobereich ergeben haben dürfte.
Weitere Ermittlungen zur Bereicherung, sowie anderen Opfern sind am Laufen. Das verdächtige Ehepaar wurde in die Justizanstalt Wels eingeliefert.
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