18.07.2013 14:46 |

Mit Waffen beladen

Panama: N-Korea fordert Freigabe seines Schiffes

In der Affäre um ein in Panama abgefangenes nordkoreanisches Handelsschiff mit undeklariertem Kriegsmaterial fordert nun das Regime in Pjöngjang die sofortige Freigabe der "Chong Chon Gan". Auch deren Besatzung solle "ohne Verzögerung" freigelassen werden. Panama will nun zwei Abgesandte Pjöngjangs empfangen. Angesichts der brisanten Fracht soll sich außerdem der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen mit dem Fall beschäftigen.

Pjöngjang warf den panamesischen Behörden vor, den Kapitän und die Crew des Frachtschiffes "unter dem Vorwand einer 'Drogeninspektion' voreilig angegriffen und festgenommen zu haben". Drogen seien jedoch nicht gefunden worden. Damit reagierte das kommunistischen Regimes in Pjöngjang zum ersten Mal auf die Festsetzung des unter nordkoreanischer Flagge fahrenden Schiffes.

Zwei Abgesandte aus Nordkorea in Panama erwartet
Die panamesischen Behörden hatten den Frachter am Montag auf dem Weg von Kuba nach Nordkorea am Panamakanal wegen des Verdachts auf Drogen an Bord gestoppt. Unter einer Zuckerladung wurden dann in Containern die Waffen und Waffenteile entdeckt. Noch ist unklar, was mit der beschlagnahmten Schiffsladung passieren wird. Das panamesische Außenministerium kündigte an, zwei nordkoreanische Funktionäre empfangen zu wollen, die den Vorfall aus der Sicht Pjöngjangs erklären sollten. Die beiden sollen auch zum Schiff vorgelassen werden.

Auch beantragte das zentralamerikanische Land Hilfe durch die Vereinten Nationen. Nordkorea ist im Konflikt um seine Raketen- und Atomprogramme mit einem Waffenembargo der UNO belegt. Die USA reagierten zunächst vorsichtig. Man wolle "sehr bald" mit Kuba über den Vorfall reden, hieß es am Mittwoch aus Washington.

Panama bisher nicht zufrieden mit Erklärungen Havannas
Die Regierung in Havanna hatte bestätigt, dass die Waffen aus ihrem Arsenal stammen. Es handle sich allerdings um "veraltetes defensives Kriegsgerät", das repariert und nach Kuba zurückgeschickt werden solle. Unter anderem habe die Lieferung zwei veraltete Luftabwehrsysteme, verschiedene Raketenteile, zwei Flugzeuge des Typs MiG-21 und 15 Motoren für diese Art von Maschinen enthalten. Panama zeigte sich mit der Erklärung Kubas bisher unzufrieden.

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