Magma in Bewegung?
Stundenlanges Dauerbeben erschüttert Santorin
Nach Tausenden kleinen Erdbeben in der Region um die griechischen Insel Santorini haben Wissenschaftler in der Nacht auf Samstag dort eine Art Dauerbeben registriert. Man nimmt an, dass flüssiges Magma im Untergrund die Erdstöße verursacht.
„Es gibt einen mehr oder wenig kontinuierlichen Tremor in der Region von Santorini“, teilte das Europäisch-Mediterrane Seismologische Zentrum (kurz EMSC) auf der Plattform X (siehe Tweet unten) mit. Das Beben habe mehrere Stunden gedauert.
Die Forscher des EMSC vermuten, dass flüssiges Magma im Untergrund das Phänomen verursache. Sicher sagen könnten sie das aber nicht. „Diese Flüssigkeitswanderungen könnten in der Erdkruste stattfinden und sind nicht unbedingt ein Anzeichen für einen Ausbruch“, fügten sie auf X hinzu.
Auch Athanasios Ganas, Forschungsleiter des Geodynamischen Instituts Athen, sagte gegenüber der Zeitung „To Proto Thema“: „Es handelt sich um viele Mikro-Erdbeben, die vermutlich durch die Bewegung vulkanischer Flüssigkeiten verursacht werden.“
Erde bebt bereits seit Wochen
Die Erde nordöstlich von Santorini bebt bereits seit Wochen. Die meisten Menschen haben die Insel inzwischen verlassen. Fachleute sehen aber bisher keine Hinweise auf eine große Eruption.
Bereits in den Jahren 2011 und 2012 seien solche Dauerbeben registriert worden – ohne Folgen, erklärte die Geologin Evi Nomikou von der Universität Athen auf Facebook.
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