Feiert 40. Geburtstag
Österreichische Geisel seit 500 Tagen bei Hamas
Der österreichisch-israelische Doppelstaatsbürger Tal Shoham wird seinen 40. Geburtstag am Donnerstag in Gefangenenschaft verbringen. Er war eine von ungefähr 250 Geiseln, die die Hamas am 7. Oktober 2023 aus Israel entführte.
Seither wird er an einem unbekannten Ort im Palästinensergebiet festgehalten. Der 40. Geburtstag dürfte allerdings der letzte sein, den Tal Shoham in Gaza verbringt. Er steht auf der Liste jener 33 Geiseln, die mit dem Abkommen zwischen Israels Regierung und der Hamas freikommen sollen. Vermutet wird, dass er frühestens Mitte Februar nach Israel zurückkehren wird. Den Anfang machen Frauen, Kinder, Ältere und Verletzte.
Seine fünfjährige Tochter richtete am Mittwoch eine Botschaft an ihren Vater. „Sie sagt ihm, wie sehr sie ihn liebt und wie lange sie schon auf ihn wartet“, heißt es. Nach Angaben seiner Familie wird Shoham seit 480 Tagen von der Hamas festgehalten. Er war gemeinsam mit mehreren Familienmitgliedern verschleppt worden. Seine Ehefrau und die beiden kleinen Kinder, die deutsche Staatsbürger sind, sowie weitere Verwandte kamen bereits am 25. November 2023 frei.
Bruder von Totem schlägt Austausch vor
Am Montag hatte die israelische Regierung mitgeteilt, dass acht der 33 Geiseln bereits tot seien. Die Heimkehr überlebender Geiseln sei aber wichtiger als die Übergabe von Toten, sagte nun der Bruder einer mutmaßlich toten Geisel. Er schlug vor, statt der Leiche seines Angehörigen eine lebende Geisel an Israel zu übergeben. „Lasst die Toten und bringt an ihrer Stelle acht lebende Geiseln. Bringt sie aus der Hölle hinaus“.
Die gegenwärtige erste Phase der Waffenruhe soll sechs Wochen dauern. Die Bedingungen für die zweite Phase müssen noch ausgehandelt werden. Seit der Vereinbarung wurden bisher sieben Geiseln freigelassen: drei Zivilistinnen und vier junge Soldatinnen. Im Gegenzug lassen Israels Behörden Palästinenserinnen und Palästinenser aus Gefängnissen frei, zuletzt 290.









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