Unternehmer wollen Reformen und ein Staatssekretariat für Deregulierung. Denn derzeit muss ein Unternehmen jede Woche im Durchschnitt 9,4 Arbeitsstunden für Bürokratie aufwenden.
„Überbordende Regelungswut der Verwaltung, ausufernde Dokumentationspflichten und Behördenschikanen“ stehen laut Umfragen unter Unternehmern stets an erster Stelle der Hemmnisse und Ärgernisse, so die Wirtschaftskammer Kärnten, die nun fordert: „Schluss mit Schikanen!“
Wir fordern die Landespolitik ultimativ auf, im Interesse der Unternehmen, der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und des gesamten Wirtschaftsstandortes endlich zu handeln und in einem breit angelegten Reformprozess bürokratische Hürden abzubauen.
Jürgen Mandl, WK-Präsident
9,4 Arbeitsstunden müsse jedes österreichische Unternehmen im Schnitt pro Woche für Bürokratie aufwenden, wie eine market-Studie im Auftrag der WK Österreich zeigt. Besonders betroffen seinen Klein- und Mittelbetriebe: Bei ihnen schlägt die Bürokratie sogar mit 19,3 Arbeitsstunden pro Woche zu Buche – das entspricht 2,5 Arbeitstagen und kostet den Betrieb 50.000 Euro im Jahr. „Bürokratie ist in Europa ein echtes Wachstumshemmnis. Allein die österreichischen Unternehmen kostet die Bürokratie 10 bis 15 Milliarden Euro pro Jahr. Mit einer neuen EU-Kommission und einer neuen Bundesregierung besteht jetzt die große Chance auf Veränderung“, so WK-Präsident Jürgen Mandl. „Wir haben der Landesregierung 80 Vorschläge zur Entbürokratisierung vorgelegt.“
Die wirtschaftliche Situation erlaube kein weiteres Hinauszögern. Ein Staatssekretariat für Digitalisierung und Deregulierung sei einzurichten. Skurriles zeigt die WK nun unter www.schlussmitschikanen.at auf.
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