Der US-Präsident hat die ersten Strafzölle verhängt: 25 Prozent gegen Kanada und Mexiko. Angekündigt sind zehn bis 20 Prozent gegen die EU und 60 Prozent gegen China. Kanada will sich das nicht gefallen lassen und zurückschlagen. Die befürchteten Handelskriege zeichnen sich ab.
„Ich liebe Zölle“, sagt Trump unentwegt, als wäre es wie das Verlangen nach einem Dopingmittel. Doch genau das sollen Zölle nicht sein. Sie sind aber eine riskante Medizin: In kleiner Dosierung können sie heilen, in großer Dosierung schaden.
Beispiele:
Österreich hatte in den Nachkriegsjahren ein strenges Zollregime, aber immer mit dem Ziel, es so bald wie möglich stufenweise abzuschaffen. Nur durch das Messen mit der Konkurrenz (aus dem Ausland) stärkt eine Wirtschaft ihre innovative Kraft. Das ist auch der Sinn von Freihandel.
Trump läuft Gefahr, das Maß zu verlieren, zu dem Zölle schaden, besonders wenn es zu einem Zollkrieg kommt. Preise können steigen, die Inflation zurückbringen, die Konjunktur ausbremsen.
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