Ablöse für Mueller

Obama nominiert Republikaner Comey als FBI-Chef

Ausland
21.06.2013 20:36
US-Präsident Barack Obama hat am Freitag den Republikaner James Comey (Bild links) als künftigen Chef der Bundespolizei FBI nominiert. Der 52-jährige Comey soll im September Robert Mueller ablösen, der die Behörde zwölf Jahre lang geleitet hat. Der Senat muss der Berufung allerdings noch zustimmen.

Comey ist zwar ein Republikaner. Aber der Jurist hat sich in Washington seit Längerem als unabhängige Stimme einen Namen gemacht. Nachdenklich, kämpferisch, wenn es um Prinzipien geht, aber kein Rebell, der seine Parteifreunde massiv vor den Kopf gestoßen hat: Dies, so dürfte Obama hoffen, wird ihm ein quälend langes, kontroverses Bestätigungsverfahren im Senat ersparen.

Comey arbeitete unter Präsident George W. Bush als hoher Beamter im Justizministerium und war von 2003 bis 2005 stellvertretender Justizminister. Einen Namen machte er sich vor allem, als er sich auf seinem Posten offen gegen die Verlängerung eines umstrittenen Anti-Terror-Regierungsprogrammes wandte, das Lauschangriffe ohne besondere Genehmigung erlaubte.

Andere Programme aus Bush-Zeit unterstützt
Liberale Kritiker halten dem 52-Jährigen jedoch vor, dass er andere Programme der Bush-Zeit unterstützte. Als Beispiele nennen sie die Gefangenschaft von Terrorverdächtigen in Guantanamo mit offenem Ende - zumeist ohne Anklage, geschweige denn einen Prozess. Comey sei auch nicht als Gegner von Foltermethoden bei Verhören Terrorverdächtiger hervorgetreten.

2005 wechselte der Republikaner zum Rüstungskonzern Lockheed Martin und später zum Hedgefonds Bridgewater Associates. Seit Jänner 2013 lehrt er Recht an der Eliteuniversität Columbia in New York. Comey ist verheiratet und hat fünf Kinder.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Ausland
21.06.2013 20:36
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung