Ablöse für Mueller
Obama nominiert Republikaner Comey als FBI-Chef
Comey ist zwar ein Republikaner. Aber der Jurist hat sich in Washington seit Längerem als unabhängige Stimme einen Namen gemacht. Nachdenklich, kämpferisch, wenn es um Prinzipien geht, aber kein Rebell, der seine Parteifreunde massiv vor den Kopf gestoßen hat: Dies, so dürfte Obama hoffen, wird ihm ein quälend langes, kontroverses Bestätigungsverfahren im Senat ersparen.
Comey arbeitete unter Präsident George W. Bush als hoher Beamter im Justizministerium und war von 2003 bis 2005 stellvertretender Justizminister. Einen Namen machte er sich vor allem, als er sich auf seinem Posten offen gegen die Verlängerung eines umstrittenen Anti-Terror-Regierungsprogrammes wandte, das Lauschangriffe ohne besondere Genehmigung erlaubte.
Andere Programme aus Bush-Zeit unterstützt
Liberale Kritiker halten dem 52-Jährigen jedoch vor, dass er andere Programme der Bush-Zeit unterstützte. Als Beispiele nennen sie die Gefangenschaft von Terrorverdächtigen in Guantanamo mit offenem Ende - zumeist ohne Anklage, geschweige denn einen Prozess. Comey sei auch nicht als Gegner von Foltermethoden bei Verhören Terrorverdächtiger hervorgetreten.
2005 wechselte der Republikaner zum Rüstungskonzern Lockheed Martin und später zum Hedgefonds Bridgewater Associates. Seit Jänner 2013 lehrt er Recht an der Eliteuniversität Columbia in New York. Comey ist verheiratet und hat fünf Kinder.
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