Wären ihre Tage als Verkehrsministerin nicht schon gezählt, es würde aus Niederösterreich derzeit Rücktrittsaufforderungen aus Niederösterreich gegen die Grüne Leonore Gewessler hageln. Grund: Ihre eigentlich unabhängigen Beamten hatten sich in internen Mails über das „erfreuliche“ aus der Marchfeld-Schnellstraße ausgetauscht.
Autokolonnen durch Ortschaften, massiver Zeitverzug, Abgase, Lärm – eine ganze Region leidet seit Jahren unter der unzumutbaren Verkehrssituation durch das Marchfeld. Diese Einschätzung von Gänserndorfs Bürgermeister René Lobner (ÖVP) muss jeder teilen, der zu Stoßzeiten schon einmal auf der B 8 unterwegs war.
Öko-Ideologie vor Sachpolitik
Doch die eigentlich bundesgesetzlich beschlossene Schnellstraße lässt auf die warten, wurde erst von Leonore Gewessler auf unbestimmte Zeit verschoben, dann gerichtlich gekippt. Und das sehr zur Freude ihrer eigenen Beamten, die wie „Krone“ aufgedeckt hat. „Hier werden ideologische Befindlichkeiten über Sachpolitik gestellt“, betont Lobner: „Gut, dass ihre Schreckensherrschaft im Verkehrsministerium bald ein Ende hat!“
„Pendler werden verhöhnt“
In dasselbe Horn stößt Landesvize Udo Landbauer, der seine Verkehrsagenden womöglich bald auf Bundesebene weiterführen könnte: „Dass die ideologisch getriebene Verkehrsministerin und das von ihr geführte Umweltbundesamt das Gerichtsurteil zum Aus der S 8 als sehr erfreulich empfinden, spricht Bände und zeigt, dass die grüne Verkehrsministerin offenbar das Leid tausender Pendler, Familien, Anrainer und Unternehmer völlig ignoriert und deren Sorgen auch noch verhöhnt.“
Beide Parteien sehen nun in den Koalitionsverhandlungen im Bund neue Chancen für das Marchfeld.
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