"Vernünftige Lösung"

Aufsichtsratschef Liebscher will “Bad Bank” für Hypo

Wirtschaft
10.06.2013 18:55
Für den ehemaligen Nationalbank-Gouverneur und künftigen Aufsichtsratschef der Hypo Alpe Adria Bank, Klaus Liebscher, ist die Gründung einer "Bad Bank" für die notverstaatlichte Kärntner Hypo "absolut erforderlich". "Ich gehe davon aus, dass wir um eine 'Bad Bank' nicht herumkommen werden. Es ist eine vernünftige Lösung, um eine Restrukturierung der Hypo International zu ermöglichen", sagte Liebscher am Montag gegenüber dem ORF-Radio.

Von Finanzministerin Maria Fekter habe er in Hinblick auf die Gründung einer derartigen Abwicklungsbank "konstruktive Signale" erhalten, so Liebscher. Eine gesetzliche Regelung werde sich wegen des parlamentarischen Prozederes vor den Wahlen jedoch nicht ausgehen. Es wäre aber schon ein "sehr starkes Signal in den Herbst hinein", wenn sich die Regierung in der Causa einigt.

Wie hoch die Verluste der Hypo Alpe Adria Bank heuer ausfallen werden, wollte Liebscher nicht beziffern. Auf "Zahlenspielereien und Spekulationen" lasse er sich derzeit nicht ein. Klar sei allerdings, "dass wir hier nicht ohne irgendwelche Verluste herauskommen werden". Die für heuer im Bundesbudget veranschlagten 700 Millionen Euro werde die Kärntner Hypo aber auf jeden Fall benötigen.

Liebscher "bedauert" Ditz-Rücktritt
Zu den Hintergründen des Rücktritts von Hypo-Aufsichtsratschef Johannes Ditz (siehe Infobox) wollte er sich nicht äußern. "Ich persönlich bedauere, dass er gegangen ist, weil ich glaube, dass Kontinuität sehr gut gewesen wäre", so der designierte Nachfolger. Ditz hatte angeblich nach einem Streit mit Fekter das Handtuch geworfen.

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