Hartnäckig warnt ein Weinviertler Naturschützer, dass Rotoren den raren Vogel stören könnten. Betreiber dementiert heftig und verweist auf lange ornithologische Forschungen.
Eine ganze Kolonie an Seeadlern solle in Kürze ausgerottet werden, behauptet Michael Piatti-Fünfkirchen von der Gutsverwaltung Stutenhof in Pottenhofen im Bezirk Mistelbach.
Seine Sorge: Ein Windpark würde verheerende Auswirkungen auf die Seeadlerbestände haben, die gestört und somit nachhaltig zerzaust, wenn nicht sogar ums Leben kommen könnten. Via seinem Anwalt hat er sich sogar an die EU gewandt und Landeshauptfrau Mikl-Leitner mit seinen Vogel-Sorgen konfrontiert.
EVN-Zach: „Ornithologisch seit einer Dekade geforscht“
Doch EVN-Sprecher Stefan Zach widerspricht energisch: „Entgegen den Behauptungen führen wir seit Jahren Fauna-Untersuchungen im Gebiet durch. Das machen wir im Übrigen bei allen Windprojekten. Beim konkreten Park in Gnadendorf wird seit einer Dekade ornithologisch geforscht.“
Bei einer dieser Öko-Expeditionen sei 2023 tatsächlich ein Horst gesichtet – und daraufhin sofort Maßnahmen ergriffen worden. „Die nächstgelegene Anlage wird nicht errichtet und für neue Rotoren ein Kollisionsvermeidungssystem installiert. Die Daten zeigen eindeutig, dass der Raubvogel nicht in Richtung unseres Windpark fliegt, sondern ins Laaer Becken“, so Zach.
Das sei logisch, da Seeadler nicht in Waldgebieten jagen, sondern auf offenen Flächen. Sollten die Vögel, was sehr unwahrscheinlich ist, doch die Rotoren ansteuern, werden diese rechtzeitig gestoppt.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.