„Wir haben die Pflicht zur Zuversicht“, schrieb das Hamburger Intelligenzblatt „Die Zeit“ groß auf die erste Seite ihrer jüngsten Ausgabe. Auf der Überzeugung, dass nichts besser werde, lasse sich nichts aufbauen, hieß es da noch.
Das sind Sinnsprüche, wie sie bei der Oma im Rahmen gestickt über der Kommode hingen. Solche Binsenweisheiten helfen einem über die träge Zeit zwischen Weihnachten und Silvester. Warten Sie nur ab, was da in den Neujahrsreden noch auf uns zukommt.
Jedenfalls will man in dieser ruhigsten Zeit des Jahres kein Spielverderber sein, stellt den Glauben über die Zweifel und verpflichtet sich, wie vom deutschen Intelligenzblatt empfohlen, zur Zuversicht.
Doch dann das: Österreich hat noch keine Regierung, aber es kursieren bereits viele Namen von Ministerinnen und Ministern. Okay, für schwierige Aufgaben ist gutes Personal nötig. Da kann man nicht früh genug anfangen, die richtigen Leute zu suchen. Nun ist aber zu hören, Kanzler Nehammer glaube, seine früheren Leute wie Karner, Tanner, Plakolm und Totschnig könnten dieses qualifizierte Team sein.
Bitter, aber vielleicht bringen ja SPÖ und Neos tolle Fachleute mit? Derzeit ist aber leider eher die Rede davon, dass es vor allem überraschend viele Ministerinnen, Minister und Staatssekretäre geben soll.
Da bleibt bloß zu hoffen, dass es sich nur um böse Gerüchte handelt, und die künftige Regierung nicht schon vor ihrer Angelobung von allen guten Geistern verlassen worden ist.
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