Vorarlberg ist für die kommenden kalten Monate in Sachen Gasversorgung bestens gerüstet. Mit einem Speicherfüllstand von derzeit 85 Prozent liegt der Landesenergieversorger Illwerke-VKW weit über dem österreichischen und europäischen Vergleich.
Wann ist der richtige Zeitpunkt, die Gasspeicher aufzufüllen? Während viele europäische Länder abwarten und auf sinkende Preise hoffen, geht man im Ländle auf Nummer sicher. „Vorarlberg hat rechtzeitig gehandelt und vorgesorgt. Unsere Speicherstände liegen weit über dem österreichischen und europäischen Schnitt“, betont Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP).
Vorarlberg tanzt aus der Reihe
Das belegen auch die offiziellen Zahlen: Der durchschnittliche Speicherstand in der Europäischen Union liegt aktuell bei 63 Prozent, in Deutschland sind es sogar nur 51 Prozent, weshalb sich Wirtschaftsministern Katherina Reiche mit dem Vorwurf konfrontiert sieht, ein gefährliches Pokerspiel zu betreiben. Solche Debatten muss man im Ländle nicht führen, die Speicher der Illwerke-VKW sind bereits jetzt zu 85 Prozent gefüllt, das liegt auch weit über dem Österreichschnitt von 65 Prozent.
Vorarlberg hat rechtzeitig gehandelt und vorgesorgt. Unsere Speicherstände liegen weit über dem österreichischen und europäischen Schnitt.
Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP)
Nicht zocken, sondern frühzeitig handeln
Wallner hält nicht viel davon, auf den Gasmärkten zu zocken. Gerade in einem von Unsicherheiten geprägten energiewirtschaftlichen Umfeld sei es entscheidend, nicht abzuwarten, sondern frühzeitig die notwendigen Maßnahmen zu setzen. „Versorgungssicherheit entsteht nicht von selbst. Sie braucht Verantwortungsbewusstsein, gute Planung und entschlossenes Handeln. Der hohe Speicherstand zeigt: Der Vorarlberger Weg wirkt. Wir übernehmen Verantwortung und schaffen damit größtmögliche Sicherheit für unser Land“, sagt der Landeschef. In Vorarlberg selbst gibt es übrigens keine Großspeicher, gelagert wird das „Ländle-Gas“ größtenteils in Oberösterreich.
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