10.000 angezeigte Fälle von Internetkriminalität und 31 Raubüberfälle auf Juweliere im Jahr 2012 sowie bis zu drei Milliarden Euro Schaden jährlich wegen Betriebsspionage - die heimischen Gewerbetreibenden müssten sich, betonte Leitl, noch mehr als bisher gegen kriminelle Machenschaften wappnen. Dass das Zusammenwirken von WKÖ und BMI, das seit 2010 besteht, schon einige Erfolge vorzuweisen habe, beweise die Tatsache, dass sich "acht von zehn Betrieben in Österreich sicher fühlen".
Sechs Projekte in fünf Jahren geplant
Insgesamt sechs Projekte sollen in den kommenden fünf Jahren gemeinsam abgearbeitet werden: Eine Sicherheitsoffensive bei Juwelieren, die Publikation einer Sicherheitsbroschüre punkto Cybercrime, der Kampf gegen den Missbrauch von chemischen Vorläuferstoffen, die zur Herstellung von Drogen oder Explosivstoffen verwendet werden könnten, eine "Road-Show" zur Sensibilisierung im Bereich Industriespionage, ein SMS-Infodienst, der vor allem KMUs in Einkaufsstraßen vor akuter Gefahr warnen soll, sowie die Entwicklung einer Sicherheits- und Notfall-App für Smartphones.
"Permanente Nachjustierung" gewährleisten
Seit 2010 seien rund 800 Beamte im Einsatz gestanden, allein im Vorjahr habe man 310.000 Personen bzw. Betriebe "sensibilisiert und informiert", so Mikl-Leitner. Die nunmehr beschlossene und auch unterzeichnete Intensivierung der WKÖ-BMI-Kooperation soll vor allem dazu beitragen, eine "permanente Nachjustierung" zu gewährleisten, um bezüglich der Vorgangsweisen der Kriminellen up to date zu bleiben.
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