Mit dem Tod von Hannes Androsch, Josef Taus und Claus Raidl sind dieser Tage drei Persönlichkeiten abgetreten, die Österreich politisch und wirtschaftlich über Jahrzehnte geprägt haben. Der Sozialdemokrat und Industrie-Magnat Androsch, der prononcierte Christlichsoziale und Spitzenmanager Taus und der hochkompetente Industrielle Raidl, sie standen für politisch-ökonomische Eliten, die die Zweite Republik getragen haben.
Vorausgegangen sind ihnen ein Alois Mock, ein Erhard Busek und von freiheitlicher Seite ein Harald Ofner, ein Rainer Pavkovicz und ein Jörg Haider. Mit Franz Vranitzky, Wolfgang Schlüssel und Norbert Steger weilen Vertreter dieser Generation noch unter uns.
EINERSEITS könnte man nun achselzuckend sagen, das sei eben der Lauf der Dinge: die Alten treten ab und neue Generationen kommen.
ANDERERSEITS muss man leider schon feststellen, dass jene Generation von Politikern, die heute die Republik repräsentiert, vom Format mit den Vorgenannten kaum mithalten kann. Man vergleiche nur einen Andreas Babler mit Hannes Androsch oder Franz Vranitzky. Und einen Karl Nehammer mit Erhart Busek oder Wolfgang Schüssel.
„Weiße alte Männer“ sind bekanntlich das Feindbild des politisch korrekten Zeitgeists. Sie seien für alles Unheil dieser Welt verantwortlich. In der nun abtretenden Politiker-Generation gab es allerdings noch WEISE alte Männer, Persönlichkeiten, denen Österreich viel verdankt.


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