Drama in Kärnten

Achtjährige von Nachbarsbub (13) vergewaltigt

Österreich
22.05.2013 08:20
Ein Fall von sexuellem Missbrauch in Kärnten sorgt für Entsetzen: Im Kellerabteil eines Mehrparteienwohnhauses in Klagenfurt soll am Pfingstmontag ein Bub (13) ein erst acht Jahre altes Nachbarsmädchen vergewaltigt haben. Der Fall wurde bei der Staatsanwaltschaft angezeigt. Das Jugendamt wurde eingeschaltet.

Am Pfingstmontag waren der 13-Jährige und das Mädchen gemeinsam in ihrer Wohnsiedlung unterwegs. In einem Kellerabteil soll es dann gegen 19 Uhr zu der sexuellen Attacke gekommen sein. Der mutmaßliche Täter beteuert aber, keine Gewalt angewendet zu haben.

Bub ist noch strafunmündig
Nach Bekanntwerden des dramatischen Vorfalls wurde die Polizei alarmiert. "Ich kann nur bestätigen, dass es so einen Fall gegeben hat", erklärt dazu Polizeisprecher Rainer Dionisio gegenüber der "Krone". Der Bursche ist mit 13 Jahren noch strafunmündig. Der Fall wurde bei der Staatsanwaltschaft angezeigt - jetzt ist das Jugendamt Klagenfurt am Zug. Wie es dem achtjährigen Opfer geht, ist nicht bekannt. 

"Opfer wird für Verarbeitung vermutlich Jahre brauchen"
Der Jugendwohlfahrt stehen in so einem Fall verschiedene Maßnahmen zur Verfügung. Ohne auf den konkreten Fall einzugehen, sagte Christine Gaschler-Andreasch, Leiterin der zuständigen Abteilung in der Landesregierung, dass man nun sehen müsste, "was kann man psychologisch oder psychotherapeutisch für das Opfer tun" kann. Kurt Kurnig, Leiter des psychologisch-psychotherapeutischen Dienstes für Kinder und Familien der Arbeitsvereinigung der Sozialhilfe Kärntens meinte: "Es kann Jahre dauern, bis junge Missbrauchsopfer das Erlebte gänzlich verarbeiten können." Ganz wichtig sei es jetzt, dem Mädchen Schutz und Sicherheit im eigenen Umfeld zu geben.

Im Bezug auf den mutmaßlichen Täter meinte Gaschler-Andreasch: "Man muss sich das Umfeld und die Lebensgeschichte des Burschen anschauen." Möglich sei etwa eine Unterbringung in einem Kriseninterventionszentrum, eine Familienintensivbetreuung und verschiedene Therapieformen, um dem Jugendlichen einerseits zu helfen, seine Tat zu verarbeiten und andererseits zu verhindern, dass ähnliches wieder geschieht.

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