Der Bund hat für die akademische Ausbildung ein starkes Zeichen gesetzt und die Universitätsbudgets für die Jahre 2025 bis 2027 um rund 30 Prozent erhöht. Angesichts dessen fragt sich Tirols Fachkräftekoordinator: „Was fällt für die Aus- und Weiterbildung unserer Fachkräfte im Land ab?“
Wie die „Krone“ berichtete, wird die Universität Innsbruck mit 1,1 Milliarden Euro ausgestattet, die MedUni Innsbruck erhält 630 Millionen Euro. Zudem hat das Land im Jahr 2025 rund 865 Millionen Euro für den Bereich Bildung budgetiert. Bei der Wirtschaftskammer (WK) Tirol sorgt das für Unmut. Sie warnt vor einer Schieflage in der Bildungslandschaft.
Die Ausbildung der Fachkräfte, als auch die berufsbegleitende Weiterbildung gehören ebenfalls massiv finanziell unterstützt.

David Narr
Bild: Christof Birbaumer
„Brauchen auch dringend Fachkräfte“
„Was fällt für die Aus- und Weiterbildung unserer Fachkräfte im Land ab?“, fragt sich WK-Fachkräftekoordinator David Narr. Er befürchtet, dass der größte Teil des Landesgeldes ebenfalls in die akademische Welt fließen könnte. „Wir brauchen Akademikerinnen und Akademiker. Wir benötigen aber auch dringend jene Fachkräfte, die von der Lehre, also von der berufspraktischen Seite kommen. Deren Ausbildung, als auch die berufsbegleitende Weiterbildung gehören ebenfalls massiv finanziell unterstützt.“
Warnung vor einer „Schere“
Narr ruft in Richtung Politik, dass die Schere zwischen Hochschul- und Fachkräftebildung nicht weiter aufgehen dürfe: „Investitionen in Bildung zahlen direkt auf die Qualifikation unserer Fachkräfte ein und sichern den Wirtschaftsstandort Tirol nachhaltig.“
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