Der Tourismusverband von Kitzbühel legte bei der Vollversammlung eine beeindruckende Bilanz vor. Im Vergleich mit anderen Regionen werden beim Umsatz Top-Werte erzielt, ebenso bei der Bekanntheit.
Die Tourismusregion Kitzbühel ist nicht nur sehr bekannt, sondern generiert auch überdurchschnittlich viel Umsatz – das war eine Kernaussage der Bilanz, die der Tourismusverband Montagabend bei der diesjährigen Vollversammlung vorlegte. „Uns freut es, dass neben den rund 150 TVB-Mitgliedern auch viele andere Interessierte dabei waren“, zeigte sich TVB-Geschäftsführerin Viktoria Veider-Walser nach der Sitzung zufrieden.
Veider-Walser verwies auf starke Steigerungen bei den touristischen Umsätzen. 470 Millionen Euro stehen im heurigen Jahr zu Buche. Das ist ein sattes Plus von rund 30 Prozent gegenüber dem Jahr 2019. Und das, obwohl die Zahl der Nächtigungen zuletzt gesunken ist. „Wir haben vor allem im Drei-Stern-Segment und in der Privatzimmervermietung Betten verloren“, nennt die TVB-Geschäftsführerin einen Hauptgrund für den Nächtigungsrückgang.
Die Gäste bleiben kurz, lassen aber viel Geld da
Laut Bilanz ist Kitzbühel jene Region, die mit Abstand den höchsten Umsatz pro Nacht erzielt. 150 Euro waren es zuletzt, der Tirol-Durchschnitt liegt bei 77 Euro. „Die Gäste bleiben zwar kürzer als im Durchschnitt, sind aber bereit, für Qualität mehr zu zahlen“, konstatiert Veider-Walser.
Unser Anspruch ist nicht Luxus, sondern Qualität in unterschiedlichen Kategorien.
TVB-Geschäftsführerin Viktoria Veider-Walser
Die Aufenthaltsdauer liegt aktuell bei 3,9 Tagen im Winter (Tirol-Schnitt: 4,5) und 3,1 Tagen im Sommer (Tirol-Schnitt: 3,6). Klasse statt Masse – das wurde als Devise bei der Versammlung einmal mehr bekräftigt. Eine Luxus-Region nur für Reiche will Kitzbühel dennoch nicht sein. Veider-Walser: „Unser Anspruch ist nicht Luxus, sondern Qualität in unterschiedlichen Kategorien.“
Streit um die alte und neue Gams
In Österreich ist Kitzbühel laut aktueller Studie die bekannteste Region Tirols. Die rote Gams ist eine starke Marke. Doch um diese wurde zuletzt gestritten. Auch bei der Vollversammlung meldeten sich Kritiker zu Wort, die die Walde-Gams in ihrer ursprünglichen Form beibehalten möchten. Signe Reisch, Grande Dame der Kitzbüheler Hotellerie, legte dazu zuletzt sogar eine Petition gegen das neu gestaltete Logo vor.
TVB-Geschäftsführerin Veider-Walser ortet jedoch deutlich mehr Zustimmung fürs neue Logo und betont: „Die Gams ist und bleibt wichtiger Teil für Kitzbühel. Durch den Relaunch machen wir die Marke jedoch zukunftsfit und rechtlich abgesichert nutzbar für alle Mitglieder.“
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