Weil Informationen über Schwerpunktaktionen gegen die Tuning-Szene in einer WhatsApp-Gruppe landeten, musste sich ein Tiroler Polizist (53) vor Gericht verantworten. Er hatte seinem Sohn die Kontrollen verraten.
Womöglich hat der Polizist „väterliche Fürsorge“, wie er es selbst nannte, missverstanden. Der Gesetzeshüter hat seinem in der Tuning-Szene aktiven Sohn nämlich von anstehenden Schwerpunktkontrollen gegen auffrisierte Autos, die im August im Innsbrucker Stadtgebiet anstanden, verraten. „Ich habe ihm schon lange gesagt, dass er seine Dose in Ordnung bringen soll“, rechtfertigte sich der Angeklagte vor Richterin Heide Maria Paul.
Anderer Polizist in WhatsApp-Gruppe
Der „Verrat“ flog auf, als der Sprössling die vertraulichen Infos in einer WhatsApp-Gruppe weiterleitete, in der auch ein anderer Polizist Mitglied war. „Mein Mandant hat lediglich den Einsatzbefehl weitergeleitet, aus dem sich aber keine konkreten Standorte oder Einsatzorte ableiten ließen“, meinte der Verteidiger des 53-Jährigen, der schlussendlich die volle Verantwortung übernahm. „Es war damals ein unbedachter Moment“.
Diversion statt Verurteilung
Auch aus diesem Grund kam der Polizist mit einer Geldbuße von 3000 Euro und ohne Verurteilung davon.
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