Bauernproteste in und um Österreich zeigten offenbar Wirkung. Der Mercosur-Deal ist (wieder) zumindest verschoben.
Es war ernste Eilpost, die die EU-Kommission in Brüssel jüngst erreichte. Wie die „Krone“ berichtete, entsandten Bauernverbände aus ganz Europa ihre Bedenken über den drohenden Mercosur-Pakt per Brief nach Belgien.
Dieses Abkommen wäre der Todesstoß.
Bauernverbände zu Mercosur-Pakt
„Unsere Bauern kämpfen ohnehin schon mit steigenden Kosten, strengeren Auflagen und einem massiven Preisdruck. Dieses Abkommen wäre der Todesstoß“, hieß es wörtlich in dem Appell.
Von der Leyen sagte Treffen ab
Und die EU-Agrarier fanden mit ihrer Sorge im Herzen der EU offenbar auch Gehör. Denn die frisch wiedergewählte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen wird den Vertrag, anders als geplant, am Freitag nicht unterschreiben. Das dafür eigens anberaumte Treffen in Montevideo (Uruguay) wurde von ihr nämlich jüngst abgesagt.
Bauern wollen Pakt ganz neu verhandeln
„Ein großer Teilerfolg. Die Produktion in Europa würde durch den Pakt verdrängt, Arbeitsplätze würden vernichtet und Lebensmittel von irgendwo herkommen, wo es keine hohen Produktionsstandards wie in Österreich gibt“, freuen sich Niederösterreichs Landesvize Stephan Pernkopf, NÖ-Bauernbunddirektor Paul Nemecek und EU-Mandatar Alexander Bernhuber.
Die Austro-Agrarier weilen derzeit selbst in Brüssel, um neue Bauernbande gegen das Abkommen mit den Mercosur-Ländern Brasilien, Argentinien, Paraguay und Uruguay zu schließen.
Sie wittern die Chance, den Pakt in der bestehenden Form zu verhindern. In Deutschland, Polen, Italien und Frankreich kam und kommt es zu Protesten.
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