Argentinien
Geisterstadt taucht nach 27 Jahren unter Wasser auf
In den 1920ern entstand am Ufer eines besonders salzhaltigen Sees ein kleiner Ort, der vor allem Touristen aus der etwa 550 Kilometer nördlich gelegenen Hauptstadt Buenos Aires anzog. Am 10. November 1985 kam Epecuen jedoch zu einem jähen Ende, als nach einer Reihe nasser Winter ein besonders heftiger Regensturm den Damm zum Bersten brachte. Epecuen wurde langsam vom Salzwasser überflutet, den Einwohnern blieb nur die Flucht.
Postapokalyptischer Anblick
Über ein Vierteljahrhundert lang stand die Stadt teils zehn Meter unter Wasser, erst jetzt ist sie zum Großteil wieder zugänglich. Was übrig geblieben ist, bietet einen einmaligen Anblick, der postapokalyptisch anmutet: Treppen, die ins Nichts führen, verrostete Autos, halb geöffnete Gräber und einsam wirkende, vom Wasser fortgetragene Gebrauchsgegenstände warten auf die Besucher.
82-Jähriger blieb als Einziger zurück
Viele ehemalige Einwohner der Stadt freut das Wiederauftauchen Epecuens, schließlich zogen sie zahlreich ins benachbarte Carhue, wo sie neue Hotels am See Epecuen eröffneten und nun auf einen Touristenboom hoffen. Einen einzigen Einwohner hat die versunkene Stadt allerdings behalten: Der inzwischen 82-jährige Pablo Novak lebt bis heute am Rand der Stadt und begrüßt Schaulustige. Wer in der Nähe sei, könne um einen Besuch nicht umhin, so Novak zur AP.







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