Glück bei Unfall
Brasilianerin überlebt Kopfschuss mit Harpune
Elisangela Borborema Rosa wurde am vergangenen Montag in das Spital von Araruama im Bundesstaat Rio de Janeiro eingeliefert, wo sofort eine Notoperation durchgeführt wurde, berichtete das zuständige Gesundheitsamt des Staates.
Der Unfall sei dem Ehemann in der Küche passiert - beim Reinigen einer sogenannten Speargun, einer gewehrähnlichen Vorrichtung zum Fischen. Die Polizei untersuche den Vorfall, glaube aber an einen Unfall, hieß es.
Riesenglück im Unglück
Die 28-Jährige hatte laut der behandelnden Ärzte großes Glück: Hätte das Projektil nur einen Zentimeter versetzt eingeschlagen, hätte es Rosa entweder dauerhaft gelähmt oder durch das Durchtrennen einer Arterie im Gehirn getötet. "Wir mussten sehr vorsichtig sein, als wir es herausnahmen, wegen der Gefahr einer Verletzung bei der Entfernung", erklärte Dr. Kleber Medeiros gegenüber der Nachrichtenagentur AP eine weitere Gefahr für die Frau. Laut der Ärzte dürfte sich Rosa trotz der Rückenmarksverletzung vollständig erholen.
Zweiter Harpunenunfall binnen weniger Wochen
Es ist bereits der zweite schwere Unfall mit einer Harpune in Brasilien binnen eines Monats, der vergleichsweise glimpflich ausgegangen ist. Erst Ende April überlebte Bruno Barcellos de Souza Coutinho den Schuss einer Harpune in den Schädel, als er sein Anglerwerkzeug reinigte. Der Schuss ging durch seine linke Augenhöhle, in einer vierstündigen OP konnten die Ärzte die Harpune jedoch entfernen und ihn vor Gehirnverletzungen bewahren. Coutinho ist seither auf dem linken Auge blind, ansonsten aber auf dem Weg der Besserung.







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