19 Verletzte
Schüsse bei Muttertagsparade in New Orleans
Rund 400 Menschen hatten sich feiernd und tanzend an den Straßenrändern eines ärmlichen Wohnviertels eingefunden, um den für New Orleans typischen "Second Line"-Zug von Bläsergruppen zu begleiten. Gegen 14 Uhr Ortszeit wurde die Volksfest-Stimmung jäh durch sieben Schüsse beendet, berichtete die lokale Zeitung "Times-Picayune". Polizeisprecher Serpas sprach von drei Schützen, die offensichtlich gemeinsame Sache gemacht hätten. Die Schüsse stammten demnach aus mindestens zwei Waffen.
Manche Menschen wurden offensichtlich aber nicht von den abgefeuerten Kugeln getroffen, sondern dürften sich beim Weglaufen verletzt haben, hieß es von der Polizei. Die Verletzten wurden alle sofort behandelt, drei Opfer mussten notoperiert werden. Lebensgefahr bestehe aber nicht. Ein zehnjähriges Mädchen und ein zehnjähriger Bub, die beide einen Streifschuss abbekommen haben, sind bereits auf dem Weg der Besserung.
"Stadt leidet unter selbstsüchtigem Verhalten mancher Leute"
"Es scheint, dass diese zwei oder drei Leute aus einem uns unbekannten Grund angefangen haben, in Richtung Menge oder in der Menge zu schießen", führte Polizeisprecher Serpas aus. "Es war innerhalb von ein paar Sekunden vorbei." Der Polizeichef kritisierte "den Egoismus von manchen Leuten, und ich denke, was uns alle frustriert, ist, dass die großartige Kultur dieser Stadt manchmal ein bisschen unter dem selbstsüchtigen Verhalten mancher Leute leidet".
Bürgermeister Mitch Landrieu bat die Bevölkerung unterdessen bei der Suche nach den Tätern um Mithilfe. "Es waren Hunderte Menschen dort, jemand weiß, wer das getan hat."
"Wollte gar nicht hingehen, es gibt immer Schüsse"
Eine Augenzeugin, die mit ihrer Mutter bei der Parade war, berichtete: "Ich wollte gar nicht gehen, weil es dort immer wieder Schüsse gibt." Dann habe sie die Schüsse gehört und sei aus der Parade gerannt. "Ein angeschossener Mann fiel in meinen Schoß." Der Vorfall ereignete sich in einem Wohnviertel, das 2005 stark durch den Hurrikan Katrina verwüstet worden war.
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