Waggons explodiert
Belgien: Ein Toter, 17 Verletzte bei Zugunglück
Das Unglück ereignete sich nach Angaben der Bahngesellschaft Infrabel gegen 2 Uhr nachts zwischen den Orten Schellebelle und Wetteren. Der Zug kam aus den Niederlanden und war auf dem Weg in den Hafen von Gent, als sechs der 13 Waggons entgleisten.
"Wir hörten einen lauten Knall"
Durch den Aufprall wurden eine Explosion und ein Brand ausgelöst. Das Feuer breitete sich über mehrere Hundert Meter aus, wie auf im Fernsehen verbreiteten Amateurvideos zu sehen ist. "Wir hörten einen lauten Knall und sahen dann Flammen", sagte eine Anrainerin dem Fernsehsender RTL-TVI.
Der Zugführer schlug unmittelbar nach dem Unfall Alarm, sodass die Feuerwehr schnell zur Stelle war. Das Feuer brach den Angaben zufolge in drei Behältern mit der giftigen Substanz Acrylnitril aus. Um eine Ausbreitung der giftigen Substanzen zu verhindern, entschied die Feuerwehr, die brennenden Waggons kontrolliert ausbrennen zu lassen. Zahlreiche Rettungskräfte waren im Einsatz. Rund 300 Bewohner wurden in Sicherheit gebracht.
Unglücksursache unklar
Die Unglücksursache ist noch unklar. Die Waggons entgleisten bei einem Schienenwechsel an einer Weiche kurz nach einer Baustelle. Möglicherweise war der Zug mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs.
Im Mai 2012 hatten sich in Belgien zwei ähnliche Unfälle mit Güterzügen ereignet, die giftige Substanzen geladen hatten.







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