Eine Tierhelferin fand einen angeschossenen Kater in St. Johann. Er lebt trotz Projektilen eines Luftdruckgewehrs im Körper, drei davon befinden sich sogar im Kopf. Eines soll bald entfernt werden. Alle hoffen auf eine gelungene Operation.
Tanja Grundner-Höll ist schockiert! Die St. Johannerin fand am 14. November eine Katze in St. Johann im Pongau. Das arme Tier war zerzaust, aber zutraulich. „Wir wollten den Streuner zum Kastrieren mitnehmen, er schien auch Schmerzen zu haben.“
Die Röntgenbilder bei Tierärztin Elisabeth Müller in Altenmarkt brachten dann die traurige Wahrheit zutage: „Konstantin“ – wie der Kater liebevoll getauft wurde – hatte drei Projektile im Kopf, zwei im Brustkorb, eines im Bauchraum. „Es geht ein Tierquäler um“, sagt Grundner-Höll. Die Polizei sei informiert.
Ausmaß der Tierquälerei nicht sofort ersichtlich
Den Hinweis auf den Kater bekam die Obfrau des Vereins Tierhilfe Felicita von der Firma Pfisterer, die meldete, dass drei Katzen Hilfe bräuchten: eine Mutterkatze mit zwei Babys. „Konstantin“ war zufällig dort, weshalb sich Grundner-Höll um ihn kümmerte.
Das Ausmaß der Tierquälerei war nicht sofort sichtbar. „Die Schusswunden sind alle verheilt.“ „Konstantin“ lebt also seit Längerem mit sechs Projektilen im Körper.
Eines davon ist zu entfernen. „Die meisten Projektile müssen drinnenbleiben. Das Projektil beim Auge werden wir versuchen, herauszuholen.“ Der Eingriff soll im Kleintierzentrum Bruck an der Glocknerstraße erfolgen. Grundner-Höll rechnet mit circa 1000 Euro an Behandlungskosten: „Das ist viel. Wir sind ausschließlich aus Spenden finanziert, ich hoffe, dass wir für die Behandlung von „Konstantin“ noch etwas bekommen.“ Die OP wird kompliziert. Alle hoffen, dass „Konstantin“ den Eingriff überlebt.
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