Keine Beweise
Giftbriefe: Vorwürfe gegen Verdächtigen fallen gelassen
Bereits zuvor hatten die US-Behörden mitgeteilt, der Elvis-Imitator Paul Kevin Curtis (Bild) käme mangels Beweisen auf Kaution frei. Wenige Stunden später hieß es, dass sämtliche gegen den Mann erhobenen Vorwürfe fallen gelassen werden. Die Ermittler konnten die Hauptanschuldigung, Curtis habe wissentlich bedrohliche Schreiben abgeschickt, nicht belegen.
Keine Spuren von Rizin bei Verdächtigem entdeckt
Wie FBI-Ermittler Brandon Grant am Dienstag gegenüber dem US-Sender ABC News erklärte, sei das in den Briefen enthaltene Rizin höchstwahrscheinlich mittels grobem Zerkleinern von Samen der Rizinusstaude in einer Küchenmaschine oder einem Mixer hergestellt worden - die beide nicht in Curtis' Haus vorgefunden wurden. Auch Spuren des tödlichen Pflanzengifts konnten weder in seinem Haus, im Haus seiner Ex-Frau noch in seinem Wagen nachgewiesen werden.
Curtis' Anwältin Christi McCoy erklärte bei einer Pressekonferenz, dass es keinerlei physische Beweise gebe, die ihren Mandanten mit einer Straftat in Verbindung bringen würden. Der 45-Jährige war am vergangenen Mittwoch festgenommen worden, nachdem am Tag zuvor die mit dem tödlichen Eiweißstoff Rizin präparierten Briefe in den Poststellen des Weißen Hauses und des Kapitols abgefangen worden waren (siehe Infobox).
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