Das Projekt der mobilen Gesundheitspflege in Salzburg ist weiter in der Schwebe. Eine Pflegerin aus dem Flachgau erzählt aus dem Berufsalltag.
Warum wird erst jetzt über eine Zukunftslösung für die Community Nurses (Anm., mobile Gesundheitspflege) diskutiert? Das fragen sich nicht nur Betroffene. Eineinhalb Monate vor Auslaufen der EU-Finanzierung erreichte die Gemeinden die Schocknachricht von Soziallandesrat Christian Pewny von der FPÖ, die sich selbst Soziales und Heimatverbundenheit auf die Fahnen schreibt. „Wir befinden uns in der Evaluierungsphase“, ließ Pewny die Kritiker im Landtag wissen. „Die Zeit ist mehr als knapp“, konterte Barbara Thöny (SPÖ). Nach einer Lösung wird erst jetzt gesucht. Dabei steht auch im Regierungsprogramm die Etablierung des Projekts.
„Wir haben mehrmals darauf hingewiesen, dass die Finanzierung ausläuft“, berichtete Magdalena Fischill-Neudeck, selbst Community Nurse, im Landtag. Sie stieß damit auf taube Ohren beim Land. Sie und Kollegin Christina Kubesch haben in Thalgau eine Versorgung aufgebaut: „Es geht viel um Vertrauen“, erzählt Kubesch aus dem Alltag. Betreut werden zum Beispiel ältere Menschen, die aus dem Spital kommen und in den ersten Tagen Hilfe brauchen. Kubesch: „Wir üben, wie man sich mit einer verletzten Schulter die Haare wäscht.“ Oder: Wer selbst seinen Partner pflegt und selbst ins Spital muss, ist schnell einmal überfordert. Der Fokus liegt ganz klar auf Prävention. „Wir haben ein Gesundheits-Cafe aufgebaut“, erzählt Kubesch.
Einig sind sich alle Parteien nur, dass das Projekt weitergehen soll. Wie, ist offen.
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