Es war ein großer Schock, als das Tief Anett für Sturmschäden im Friedwald Schöcklland sorgte. Einige Familien verloren sogar den Grabbaum ihrer Liebsten. Anlässlich der Feiertage öffnet die letzte Ruhestätte – zumindest vorerst – ihre Pforten für Besucher.
Jener Sturm, der Mitte September über die Gemeinde St. Radegund hinwegzog, hinterließ zerstörerische Spuren – auch im Friedwald Schöcklland. „Viele Familien haben den Grabbaum ihrer Liebsten verloren“, berichtet Monika Graber von den Betreibern, „wir mussten gleich nach dem Sturm sperren.“ Es folgten wochenlange Arbeiten: Windbruch musste hinausgetragen, Gefahren mussten gebannt, Wege begehbar gemacht werden.
Pünktlich zu den Feiertagen nun die frohe Botschaft: Der Friedwald kann – zumindest vorerst – aufsperren. Angehörige dürfen über das Wochenende zu den Gräbern, bevor der Trauerort noch einmal seine Pforten für finale Arbeiten schließen muss. Zu festem Schuhwerk und Vorsicht wird jedoch geraten. Wann endgültig Entwarnung gegeben werden kann, ist noch nicht fix. „Der Schock war für alle groß, aber es gab ganz viel Verständnis“, sagt Graber.
Und jene Familien, die ihren geliebten Baum verloren haben? „Es werden neue Laubbäume gepflanzt.“ Indes wurde im Juni dieses Jahres ein zweiter Standort in der Steiermark eröffnet: Der Friedwald Hügelland bei Vasoldsberg bietet eine neue letzte Ruhestätte.
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