Nachwuchs bei den Spinnen, eine spuckende Schlange und die wohl größte Kröte Österreichs! Die Salzburger „Welt der Gifte“ lädt rund um den unheimlichsten Tag des Jahres zur tierischen Horror-Schau.
„Sie sind brav, aber ich bin doch ein bisserl vorsichtig.“ Nils Kley hat ein Faible für giftige Tiere, blickt jeden Bewohner seines Reptilienzoos beinahe zärtlich an. Doch vor seinen jüngsten Neuzugängen hat auch der Tierarzt Respekt. Denn: Gegen das Gift der Kap-Vogelnatter gibt es bis heute kein Gegenmittel. „Der bekannte deutsche Biologe Robert Mertens starb nach dem Biss eines von ihm gehaltenen Exemplars“, sagt Kley trocken. Gleich danach öffnet er das Terrarium der Nattern, greift sich eine Zange und füttert die Schlangen mit einigem Sicherheitsabstand. „Es gibt weiße Mäuse“, erklärt er.
Der gebürtige Deutsche hat sich im Bergheimer Gewerbegebiet seinen Lebenstraum erfüllt. Auf knapp 80 Quadratmetern schuf er die „Welt der Gifte“ – Österreichs kleinsten und ungewöhnlichsten Zoo. Die Schlangen, Spinnen, Molche und Kröten seiner Schau treiben Zartbesaiteten die Schweißperlen auf die Stirn. „Wir haben eine einzige ungiftige Schlange, die können auch die besonders Ängstlichen angreifen“, sagt Kley.
Rechtzeitig zu Halloween gibt es – neben den Kap-Vogelnattern – weitere gruselige Neuzugänge zu bestaunen. „Vor einigen Tagen sind Schwarze Witwen geschlüpft, Nachwuchs gibt es auch bei den Wüsten-Hornvipern und den Bananenspinnen“, erklärt der Mediziner. Höhepunkte jedes Rundgangs sind ein Blick auf die spuckende Speikobra und „Olga“ – die wohl größte Kröte Österreichs.
Am 31. Oktober lädt Kley Interessierte zu gruseligen Halloween-Führungen ein. Um 16 Uhr startet eine Tour für alle Altersgruppen, um 17.30 Uhr ein Rundgang nur für Erwachsene.
„Da bleibt dann auch Platz für Geschichten und Sprüche, die absolut nichts für Kinder sind“, lacht er. Für beide Veranstaltungen ist eine Anmeldung nötig.
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