Militär-Propaganda

Nordkorea richtet Hunde auf Minister aus Südkorea ab

Ausland
08.04.2013 11:41
Nordkorea sorgt wieder einmal mit bizarrer Propaganda für Aufsehen. Diesmal handelt es sich jedoch nicht um mit Photoshop bearbeitete Fotos, sondern ein Video des staatlichen Fernsehens. Darin wird die Ausbildung des Militärs gezeigt - unter anderem, dass Hunde auf den südkoreanischen Verteidigungsminister Kim Kwan Jin abgerichtet werden.

Es sind einmal mehr martialische Bilder, mit denen das nordkoreanische Regime seine Feinde einzuschüchtern und das Volk auf seine Seite zu ziehen versucht. Nicht nur jede Menge Schäferhunde werden beim Training gezeigt, auch Aufnahmen von Soldaten mit Pistolen, Gewehren und sogar Raketenwerfern sollen die Kampfbereitschaft des nordkoreanischen Militärs ausdrücken.

Soldat: Krieg wird kommen
Das sollen auch Interviews mit treuen Soldaten der Diktatur beweisen. "Wie Sie alle wissen, ist es auf der koreanischen Halbinsel keine Frage, ob wir Krieg haben werden oder nicht, sondern ob er heute oder morgen stattfindet", droht etwa ein Soldat. "Das ist eine Situation wie im Auge einer großen Explosion. Jede Minute, jede Sekunde zählt. Wir sind bereit auszurücken, sobald der Befehl erteilt wird."

Hunde und Raketenwerfer gegen Kim Kwan Jin
Besonders provokant ist die wiederholte Zurschaustellung von Angriffen auf den südkoreanischen Verteidigungsminister. Dessen Bild muss nicht nur beim Abrichten der Hunde, sondern auch beim Schießtraining als Ziel herhalten. "Kim Kwan Jin ist so ein Bastard und ein gestörtes menschliches Wesen. Er verdient es nicht einmal, unser Ziel zu sein", ereifert sich ein anderer Kämpfer. Am Schluss wird dem Foto Kim Kwan Jins mit einem Raketenwerfer der Garaus gemacht.

Neuer Atomtest befürchtet
Wann und wo die Bilder aufgenommen wurden, die von Nordkoreas offizieller Nachrichtenagentur KCNA verbreitet wurden, ist unklar. Fest steht, dass Nordkorea damit die Spannungen mit dem südlichen Nachbarn sowie dessen Verbündeten weiter anheizt. Nach Angaben der südkoreanischen Regierung plant das Regime einen neuen Atomtest, selbst China hat Diktator Kim Jong Un inzwischen gewarnt, die Welt nicht "ins Chaos zu stürzen" (siehe Infobox).

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