Vier Jahre nach Beben
Italien: Bewegende Gedenkfeier in L’Aquila
L'Aquilas Bürgermeister, Massimo Cialente, kritisierte bei der bewegenden Gedenkfeier die schleppenden Wiederaufbauarbeiten in der Stadt. "Das ist ein trauriger Gedenktag, weil wir allmählich die Hoffnung verlieren, wieder in die Stadt zurückkehren zu können", sagte Cialente. "Die Stadt ist noch immer wie erstarrt und ausgestorben", sagte eine Einwohnerin.
Zukunft in der Region scheint immer ungewisser zu werden
Die Zukunft der Hauptstadt der Region Abruzzen, die von fast 3.000 Meter hohen Bergen umgeben ist, scheint derzeit ungewisser denn je. Die akute Rezession in Italien sowie die staatlichen Ausgabenkürzungen infolge der Schuldenkrise trüben die Perspektiven L'Aquilas zusätzlich. Die Einwohner warnen vor der Gefahr einer massiven Abwanderung der Bevölkerung in dieser Gegend - auch angesichts der Wirtschaftskrise.
Für die Bewohner L'Aquilas hat sich der Alltag noch immer nicht normalisiert. 21.700 Personen leben derzeit noch in den von der Regierung aus Holz errichteten Blocks unweit der Stadt. 6.700 Personen erhalten weiterhin staatliche Unterstützung, um sich außerhalb der Erdbebenstadt eine Wohnung mieten zu können. 140 Menschen leben nach wie vor in Hotels oder Polizeikasernen.
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