Am achten Todestag

Papst Franziskus besuchte Grab von Johannes Paul II.

Ausland
02.04.2013 21:52
Nach den intensiven Osterfeierlichkeiten hat Papst Franziskus das Grab von Johannes Paul II. an dessen achtem Todestag besucht. Der Heilige Vater habe am Dienstagabend "lange im Gebet vor dem Grab des seligen Johannes Paul II. in der Kapelle des Heiligen Sebastian gekniet", teilte der Vatikan mit. Johannes Paul II., der Vorvorgänger des aktuellen Papstes, war vor genau acht Jahren gestorben und von dem Ende Februar zurückgetretenen Benedikt XVI. seliggesprochen worden.

Franziskus habe sich auch kurze Zeit an den Gräbern der früheren Päpste Johannes XXII. und Pius X. aufgehalten, erklärte der Vatikan. Am Montag hatte Franziskus bereits das Grab des Heiligen Petrus besucht.

"Tiefe spirituelle Kontinuität des Papstamtes"
Der Besuch des Oberhauptes der katholischen Kirche an den Papstgräbern "drückt die tiefe spirituelle Kontinuität des Papstamtes aus, die der Papst lebt und intensiv verspürt", erklärte der Vatikan. 

Der Argentinier Jorge Mario Bergoglio war vor knapp drei Wochen zum Papst gewählt worden und hat seither als Papst Franziskus immer wieder für Überraschungen und Verwunderung nicht nur innerhalb konservativer Kreise gesorgt.

Kritik an Fußwaschung bei Frauen
Zuletzt geschehen beim Abendmahlsgottesdienst am Gründonnerstag in der römischen Jugendhaftanstalt Casal del Marmo, wo er zwölf jugendlichen Insassen verschiedener Nationalitäten und Religionen die Füße gewaschen hatte. Unter ihnen befanden sich auch zwei Mädchen - eine Katholikin aus Italien und eine serbische Muslimin (siehe Infobox).

Vatikansprecher Federico Lombardi verteidigte den Papst: Die Miteinbeziehung von Frauen hätte "pastorale Gründe" gehabt und sei zulässig gewesen. In der Jugendhaftanstalt sei auch ein größerer Anteil Frauen inhaftiert und daher in die Geste der Fußwaschung integriert worden.

Bei dieser handle es sich nicht um ein Sakrament, wenn auch um einen wichtigen Ritus, für den es jedoch keine Gesetze gebe, so der Vatikansprecher. Zudem habe der neue Papst bereits in seiner Zeit als Erzbischof von Buenos Aires wiederholt in Abendmahlsgottesdiensten am Gründonnerstag auch Frauen in die Fußwaschung miteinbezogen.

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