Die Weltgesundheitsorganisation spricht von „ermutigenden Nachrichten“ im Kampf gegen das tödliche Marburg-Virus. Denn Ruanda hat nun mit der „weltweit ersten klinische Studie“ zur Behandlung begonnen. Dabei kommt das Medikament Remdesivir zum Einsatz, das zur Behandlung von Covid-19 eingesetzt wurde.
Das Marburg-Virus stammt aus derselben Erregerfamilie wie das Ebola-Virus. Es verbreitet sich unter Menschen durch engen Kontakt oder durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten. Zu den Symptomen der Marburg-Krankheit gehören hohes Fieber und starke Kopfschmerzen, später kommen Durchfall, Erbrechen und Blutungen hinzu.
Sehr hohe Sterblichkeitsrate
Die Sterblichkeit liegt laut der WHO bei bis zu 88 Prozent. Bisher gibt es keine offiziell anerkannten Impfungen oder antivirale Behandlungen.
Doch nun soll sich das ändern. Die klinischen Tests sind das Ergebnis von Vorarbeiten von rund 200 Forschern, Gesundheitsministerien und globalen Partnern aus 17 Ländern in den vergangenen zwei Jahren, erklärte die WHO in einem Posting auf der Kurznachrichtenplattform X.
Jüngster Ausbruch in Ruanda unter Kontrolle
In Ruanda wurden nach Angaben des dortigen Gesundheitsministeriums seit Ende September bis zum vergangenen Donnerstag bis zu 58 Infektionen mit dem lebensbedrohlichen Marburg-Virus bestätigt. 13 Menschen starben demnach. Am Donnerstag erklärte die Gesundheitsaufsicht der Afrikanischen Union, dass der Ausbruch unter Kontrolle gebracht worden sei.
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