Mit der Diagnose einer schweren Krankheit ändert sich das Leben oft auf einen Schlag. Bärbel Klepp hat sich überlegt, wie sie Betroffene und Angehörige in einer solchen Situation emotional und organisatorisch unterstützen kann.
Auf 30 Jahre Erfahrung in verschiedenen Bereichen des österreichischen Gesundheitswesens kann die Niederösterreicherin verweisen. Um wieder mehr Kontakt zu Patienten zu haben, wagte sie mit 54 Jahren einen beruflichen Neustart. Und um Rat gefragt worden sei sie schon immer, wenn es irgendwo gesundheitlich brannte.
Wo kann diesen Antrag finden, wo muss man anrufen, wie bekommt man einen Termin. „Jedes Mal, wenn es zu organisieren gab, was die Gesundheit betrifft, haben die Leute aus meinem Umfeld, mich angerufen“, schildert die Niederösterreicherin. Da habe sich gedacht, warum also das ganze nicht auf berufliche Beine stellen?
Über die dunkelsten Sorgen sprechen
Ergänzend machte sie die Ausbildung zur psychosozialen Beraterin. Weil nur organisieren, sei zu wenig. „Wer eine Diagnose wie Krebs oder Demenz erhalten hat, für den ist es eine große Entlastung, wenn er mit jemandem, der unbelastet ist, über seine dunkelsten Sorgen sprechen kann“, so Klepp. Das sei im Familienumfeld nicht immer möglich. Um eine Therapie handle es sich hier aber ausdrücklich nicht.
Termine, Anträge, Begleitung
Andererseits hilft die 54-Jährige eben beim Organisieren. Da mache sich ihr Wissen über die Wege im Gesundheitswesen bezahlt. Sie hilft bei der Beschaffung eines Pflegebettes, kümmert sich um Termine für Untersuchungen, hilft bei Antragstellungen und vielem mehr. „Auf Wunsch begleite ich meine Klienten auch zum Arzt. Vier Ohren hören besser als zwei“.
Keine Kassenleistung
Durch ihre Arbeit könne sie Patienten wie Angehörige entlasten. Derzeit beschränke sich das Angebot auf die inneren Bezirke Wiens und den Raum Tulln (NÖ). Eine in dieser Form neue private Dienstleitung, hat allerdings auch ihren Preis und wird von den Kassen nicht übernommen. Wer mehr wissen will, findet Informationen hier.
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