Kontrollverlust mitten auf der Westautobahn – zehn Kilometer im Blindflug, ohne Erinnerung an Strecke oder Geschwindigkeit – Hirnblutung! „Ich weiß nicht, warum ich keinen Unfall ausgelöst habe“, sagt der Linzer Heinz Durstberger (62), der heute vor einem Jahr, am 10. Oktober 2023, bei Laakirchen in Oberösterreich seinen Schutzengeln begegnete.
Die beiden Steirer Viola Strametz-Hatenthaler (45) und Thomas Schaun (51) aus Weiz waren in ihrem Auto um etwa 14 Uhr hinter dem Mazda Cabrio des Linzers unterwegs und dachten: „Der ist besoffen.“ Er fuhr nämlich ganz langsam und blieb dann auf einmal auf der Autobahn stehen.
„Wussten, wir müssen was tun“
„Wir wussten, dass da etwas nicht stimmt und wir helfen müssen“, erzählten die beiden Steirer, die beruflich in Oberösterreich unterwegs waren, warum sie sich entschieden, ihren Wagen querzustellen. „Ein Lastwagenfahrer blieb auch stehen, blockierte ebenfalls die Fahrbahn“, bekam Durstberger später erzählt. Doch der dritte Schutzengel fuhr wieder weiter, als die Gefahr gebannt war.
Gemeinsam zogen die Helfer den apathischen Mazda-Fahrer aus dem Cabrio. Sie brachten auch den Wagen quer über die Fahrbahn auf den Pannenstreifen und riefen die Rettung. Im Spital wurde eine acht Millimeter große Einblutung im Hirn festgestellt, eine Operation war zum Glück nicht nötig.
Kontakt zwischen Rettern und Schutzengeln bleibt
„Was schenkt man seinen Lebensrettern?“, fragte Heinz Durstberger das steirische Duo. „Nichts, das war selbstverständlich“, gab’s zur Antwort. Inzwischen gab’s schon ein Treffen der drei, das bald wiederholt wird, man hat noch immer Kontakt.
Cabrio statt Streifenwagen in der Polizeigarage
Übrigens: Ansfeldener Autobahnpolizisten brachten den gestrandeten Mazda zur Inspektion – und weil sie das Dach nicht zubekamen, parkten sie ihn statt eines Streifenwagens in der Garage, bis er wieder abgeholt wurde.
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