Ein Highlight im Theaterherbst rückt näher: Thomas Enzinger inszeniert im Linzer Musiktheater Franz Lehárs Operette „Paganini“. Im Mittelpunkt steht der legendäre „Teufelsgeiger“ mit seiner Passion und seinen Frauen. Prickelnde Soli auf der Violine sind geplant. Die Premiere ist am Samstag.
„Ich singe, was ich als Paganini in meiner Seele fühle: Ich bin passionierter Kartenspieler, liebe die Frauen – und meine Geige! Ich ,atme‘ mein Leben mit vollem Herzen!“, beschreibt Matjaž Stopinšek seine Rolle als Niccolò Paganini (1782 bis 1840). Er singt und spielt den „Teufelsgeiger“ Italiens, der schon zu Lebzeiten als Mythos galt.
„Eine Herausforderung“, sagt Regisseur Thomas Enzinger, er will der „fast naiven Geschichte“, die Franz Lehár als Libretto verwendete, „etwas entgegensetzen, ohne das Stück zu zertrümmern“.
Melodien, Kunststücke und andere Spielereien
Darum gibt es einen Rahmen: Ein kränkelnder, zerrissener Paganini erinnert sich zurück. Um Lebensstationen und innere Konflikte zu verdeutlichen, gibt es auch noch Tänzer. Im Mittelpunkt steht dann aber eine mitreißende Liebesgeschichte.
Mit großen Hits seit fast 100 Jahren
Lehár komponierte für die Operette, die 1925 in Wien uraufgeführt worden ist, großartige Melodien, die er einst Richard Tauber auf den Leib geschrieben hatte. Und es gibt zwei große und zwei kleinere Geigensoli, die Lehár Paganinis Kunst nachempfunden hatte.
Drei Mitglieder des Bruckner Orchesters teilen sich diesen „Hochleistungssport“ auf der Violine, darunter die 26-jährige Samira Dietze. „Mich fasziniert die Virtuosität, die Vielfalt der Emotionen, die auf das Instrument projiziert werden“, sagt sie im „Krone“-Talk: „Ich bin sozusagen eine Nuance der inneren Welt Paganinis.“
Der größte Hit der Operette ist „Gern hab’ ich die Frau’n geküsst“, Enzinger will das Lied in einen „zeitgemäßen Kontext“ rücken.
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