Lisa Marie Presley war so untröstlich über den Verlust ihres Sohnes Benjamin Keough, dass sie seinen Leichnam zwei Monate lang in ihrem Haus aufbewahrte. Sie ging sogar so weit, einen Tätowierer einzuladen, der Tattoos des Leichnams studierte, um ihr ein Erinnerungstattoo zu stechen.
Diese erschütternde Enthüllung stammt „Page Six“ zufolge aus den Memoiren „From Here to the Great Unknown“ und offenbart, wie tief der Schmerz der 54-Jährigen war, die im Jänner 2023 an einem Dünndarmverschluss starb, der durch einen gewichtsreduzierenden Eingriff entstanden war.
In dem Buch verrät Lisa Marie, dass sie sich zwingen musste, für ihre verbleibenden Kinder, Riley und die Zwillingstöchter Harper und Finley Lockwood (16) am Leben zu bleiben. Das bedeutete, dass sie sich nicht sofort von Benjamin verabschieden konnte – auch weil sie sich nicht entscheiden konnte, ob sie ihn auf Hawaii oder in Graceland, dem Anwesen in Memphis, wo Elvis starb und begraben ist, beerdigen sollte.
Raum heruntergekühlt
„Mein Haus hat ein separates Häuschen mit Schlafzimmer, und ich habe Ben Ben dort zwei Monate lang aufbewahrt“, schreibt Presley dem Bericht zufolge in ihren Memoiren. In Kalifornien gebe es kein Gesetz, das eine sofortige Beerdigung vorschreiben würde. Um den Körper zu konservieren habe man den Raum speziell heruntergekühlt und man habe sich sehr daran „gewöhnt, ihn zu pflegen und dort zu haben“.
„Ich denke, jede andere Person würde sich bei der Vorstellung, ihren Sohn auf diese Weise bei sich zu haben, vor Angst in die Hose scheißen. Aber ich nicht“, heißt es in dem Buch. „Ich schätzte mich so glücklich, dass es einen Weg gab, wie ich ihn noch bemuttern, es noch ein bisschen hinauszögern konnte, bis es für mich in Ordnung wäre, ihn zur Ruhe zu betten.“
Gemeinsam mit ihrer Tochter Riley entschied Lisa Marie, Benjamin zu ehren, indem sie sich passende Tattoos stechen ließen – Benjamin hatte den Namen seiner Schwester auf dem Schlüsselbein und den seiner Mutter auf der Hand tätowiert. Riley ließ sich als Andenken den Namen ihres Bruders auf das Schlüsselbein stechen, während Lisa Marie einen Tätowierer nach Hause einlud, um sich seinen Namen auf die Hand tätowieren zu lassen. Als der Tätowierer nach Fotos von Benjamins Tattoos fragte, um die Schriftart und Platzierung zu vergleichen, antwortete Lisa Marie: „Nein, aber ich kann es Ihnen zeigen.“
„From Here to the Great Unknown – Von hier ins Ungewisse. Erinnerungen“ soll am 15. Oktober weltweit bei Penguin Random House erscheinen.
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