"Es kommt immer wieder zu Fällen - auch bei Puten und Legehennen. In dieser Größenordnung ist das aber gewaltig", so Amtstierarzt Josef Leitner. Alle 30.000 Tiere seien unter "Einhaltung des Tierschutzes" bereits getötet worden. Bei Massentierhaltung ist dies natürlich auch eine "wirtschaftliche Katastrophe", wie Branchenkenner erklären. Denn nicht alle Betriebe hätten eine adäquate Privatversicherung, die solche Schäden abdeckt.
Um sicherzustellen, dass sich die Seuche nicht auf weitere Kärntner Mastbetriebe ausbreiten kann, werden derzeit auch von externen Tierärzten Proben, etwa beim Futter, gezogen. "Die Ergebnisse dazu sind noch ausständig", erklärt Leitner.
Preiskampf ums Hendl
Da Kärntens Hühnermast-Betriebe alle zwei Wochen kontrolliert werden, sei es so gut wie unmöglich, dass die "Salmonellen bis zum Endverbraucher durchkommen", will der Chef eines großen Kärntner Mastbetriebes beruhigen.
Zudem geht er davon aus, dass sich die Massentierhaltung in den nächsten Jahren finanziell überhaupt nicht mehr rechnen wird. "Die Produktion wird verschwinden. Etwa in Italien gibt es Betriebe mit weit mehr als 500.000 Hühnern, die billiger produzieren", so der Amtstierarzt. Was beim Konsumenten schließlich auf den Teller kommt, wird dann wohl noch undurchsichtiger.
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