Wohnheim evakuiert

Selbstmord deckt geplanten Amoklauf an US-Uni auf

Ausland
19.03.2013 08:54
Der vermutete Selbstmord eines US-Studenten und Sprengstoff- und Waffenfunde in der Nähe der Leiche des als James Seevakumaran identifizierten Mannes (Bild) in einem Studentenwohnheim beschäftigen seit Montag die US-Polizei. Die Ermittler gehen derzeit davon aus, dass der 30-Jährige eine Bluttat geplant hatte - er hatte kurz vor seinem Tod einen Mitbewohner mit einer Faustfeuerwaffe bedroht. Der Mitbewohner floh und alarmierte die Polizei. Als diese das Wohnheim stürmte, lag der junge Mann bereits mit einer Schusswunde in seinem Kopf leblos auf dem Boden.

Kurz zuvor hatte Seevakumaran den Feueralarm ausgelöst. Die Polizei geht davon aus, dass es Teil des Plans war, möglichst viele in Panik geratene Menschen auf dem Campus vor sich zu haben, um auf diese Jagd zu machen. Die Ermittler fanden neben einer Tasche mit Sprengstoff, der Faustfeuerwaffe, mit der sich der 30-Jährige offenbar selbst getötet hatte, auch ein Sturmgewehr und eine große Menge an Munition.

Polizei: "Notizen deuten auf lange geplante Tat hin"
"Wir fanden auch einige Notizen, die auf eine lange geplante Tat hindeuten", erklärte Richard Beary, der Leiter der Campus-eigenen Polizei gegenüber dem Nachrichtensender CNN. Der Amoklauf dürfte laut Beary im Februar geplant worden sein, die vom 30-Jährigen getätigten Waffenkäufe deuten auf diesen Verdacht hin. Die Bomben sollen vom Toten selbst zusammengebaut worden sein. Diese wurden aber als eher harmlos bezeichnet.

Während des Einsatzes musste das Wohnheim, das rund 500 Studenten eine Unterkunft bietet, evakuiert werden. Die Evakuierten mussten stundenlang auf dem Campus in Decken gehüllt warten. Rettungskräfte und Uni-Personal versorgte die Studenten mit Essen und Trinken.

Motive derzeit unklar
Die Hintergründe der geplanten Tat sind derzeit unbekannt. Es wird berichtet, dass der Mann während seiner Studienzeit zwar sehr wenige Freunde und Sozialkonakte gepflegt hatte, doch nie mit aggressivem Verhalten aufgefallen sei.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Ausland
19.03.2013 08:54
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung