Die geplante Reform der Wohnbauförderung, die voraussichtlich ab Jänner 2025 gelten wird, erntet auch scharfe Kritik. Der dringend benötigte Motor für den Mietsektor sei so nicht zu erreichen, heißt es. Kopfschütteln gibt es bei den Grünen, Lob von der Wirtschaftskammer, die eine Vereinfachung im Baurecht begrüßt.
Die Landesregierung legte am Freitag Reformpläne vor, lässt aber offen, wieviele Mietwohnungen künftig gebaut werden sollen. „Mit 200 Millionen Euro werden wir das Ziel von dringend benötigten 1000 Mietwohnungen pro Jahr nicht erreichen“, kritisiert Arbeiterkammer-Präsident Peter Eder.
Die vorgesehenen zwei Millionen Euro für reine Planungskosten im Holzbau sind ein Witz. Wir müssen Bauen mit Holz fördern.
Martina Berthold, die Grünen
„Zu wenig Geld für Sanierungen und keine Anreize für ökologisches Bauen“, so die Kritik der Grünen. Die geplante Reform belaste das Klima. Für Sanierungen im nächsten Jahr nur 26 Millionen Euro bereitzustellen sei falsch, so Grünen-Chefin Martina Berthold. Umstritten ist, ob der Baustoff Holz durch einen Innovationsfonds ausreichend berücksichtigt wurde.
Auch Zustimmung für geplante Reform
Positive Reaktionen kommen von der Wirtschaftskammer: Die Förderung, die bei Eigentum auch Zuschüsse für all jene vorsieht, die aufgrund strenger Vergaberichtlinien (KIM-Verordnung) nicht kreditwürdig sind, helfe. Als preisdämpfend sieht Salzburgs Kammerpräsident Peter Buchmüller auch die geplante jährliche Überprüfung der Bauvorschriften.
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