Die Arge für Obdachlose geht beim Verkauf der „Kupfermuckn“ neue Wege: Nach dem Jahreswechsel, kann die Straßenzeitung auch bargeldlos bezahlt werden. Denn immer öfter bekommen Verkäuferinnen wie die 45-jährige Claudia zu hören: „Ich habe kein Geld dabei.“
Seit 20 Jahren verkauft die ehemals obdachlose Claudia (45) in der Linzer Innenstadt die Straßenzeitung „Kupfermuckn“. Doch die Geschäfte sind seit der Pandemie rückläufig, die Auflage hat sich im Vergleich zu Vor-Corona um die Hälfte auf etwa 18.000 pro Ausgabe halbiert.
Neue Herausforderungen
Auch ein weiteres Problem stellt die Verkäuferin vor Probleme: „Es kommt oft vor, dass die Leute kein Bargeld dabei haben“, so Claudia. Deshalb geht man ab 2025 neue Wege, denn künftig kann die Straßenzeitung auch digital bezahlt werden. Wie das funktioniert? „Alle Verkäufer bekommen einen QR-Code auf ihren Ausweis, wer den scannt, wird in den Onlineshop weitergeleitet, wo digital bezahlt und gespendet werden kann“, erklärt Daniela Warger, Chefredakteurin der „Kupfermuckn“.
Software aus Wien
Die Software dafür kommt von der Wiener Straßenzeitung „Augustin“, die Kosten für den laufenden Betrieb übernehmen je zur Hälfte das Sozialressort des Landes OÖ und die Energie AG. Was gleich bleibt, ist, dass die Hälfte der Verkaufseinnahmen an Kolporteure wie Claudia gehen.
Ausweise fälschungssicherer
„Das bedeutet halt ein wenig Mehrarbeit für uns, da wir bar und digital abrechnen müssen“, so Warger. Die neuen Ausweise haben übrigens noch einen weiteren Vorteil: Sie sind fälschungssicherer und wirken so dem Problem mit nicht legitimierten Verkäufern entgegen.
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