„Wir mussten es händischer herausziehen, mit einem Einsatzwagen oder einem Traktor wären wir nie dort hingekommen“ – die Feuerwehrleute aus Franking und Ibm boten all ihre Kräfte auf, um ein Pferd zu retten. Das Ross war im Ibmer Moor versunken und wäre ohne Hilfe zugrunde gegangen.
Tierischer Rettungseinsatz für die Feuerwehren im Innviertel am Donnerstagnachmittag. Im Ibmer Moor, das zu Eggelsberg, Moosdorf und Franking gehört und die größte Moorlandschaft Österreichs ist, war ein Pferd versunken. Vier Reiter, die aus dem Burgenland mehrere Tage lang bis ins Innviertel geritten waren, überquerten eine hölzerne Brücke. Drei schafften den Übergang problemlos, doch unterm vierten Pferd brach die offenbar schon morsche Konstruktion ein.
Reiterin beruhigte ihr Ross
Ross und Reiterin stürzten ins Moor. Während die Reiterin sich selbst retten konnte und unverletzt blieb, steckte das Tier fest, versank hilflos im Morast. Auch die anderen Reiter hatten keine Chance, es zu befreien und die Burgenländer schlugen Alarm. Feuerwehrleute aus Ibm und Franking kamen herbei, mussten aber auf Hilfsmittel verzichten. „Wir mussten es händisch herausziehen, dort wären wir mit keinem Auto oder Traktor hingekommen“, sagt Einsatzleiter Anton Zirnitzer von der FF Franking.
Gurte wurden unter das Tier gespannt und es dann so behutsam es ging, aus dem Moor gezogen. Die Reiterin war immer dabei, beruhigte ihr Ross. Nach etwa zwei Stunden war der Einsatz beendet. „Alles ging gut aus, das Pferd brauchte zwar eine Weile, am Ende stand es wieder auf allen Vieren und konnte mit seiner Reiterin vom Unfallort weggehen“, freuen sich Zirnitzer und seine Kameraden, dass die Rettung gelungen ist.
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