Die Gemeinde Kaprun startet dringend notwendige Sanierungsmaßnahmen am ehemaligen Tunnel der Schleppbahn Kaprun. Der 131 Meter lange Tunnel, einst Teil der Güteranschlussbahn, soll nach der Sanierung ganzjährig für Fußgänger und Radfahrer geöffnet werden, was eine deutliche Verbesserung der Sicherheit und Zugänglichkeit mit sich bringt.
Besonders für die nahegelegenen Schulen, das Seniorenwohnhaus, den Kindergarten sowie diverse andere Einrichtungen stellt dies einen großen Vorteil dar. Der Geh- und Radweg musste bislang im Winter aus Sicherheitsgründen gesperrt werden – mit der Sanierung gehört diese Einschränkung der Vergangenheit an. Zusätzlich wird der Tunnel mit einer modernen Beleuchtung ausgestattet, die eine sichere Durchquerung zu jeder Tageszeit ermöglicht.
„Wichtiger Schritt für die Sicherheit“
„Die Sanierung des Tunnels ist ein wichtiger Schritt für die Sicherheit aller Kaprunerinnen und Kapruner sowie Gästen und schafft eine attraktive, ganzjährige Verbindung. Ich freue mich sehr, dass wir diesen langjährigen Wunsch jetzt realisieren können,“ so Bürgermeister Domenik David.
Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 720.000 Euro, wobei Förderungen vom KIP 2024 (Bund) sowie vom Land Salzburg die Finanzierung unterstützen.
Auch Hans Jäger, Gemeinderat für Infrastruktur, zeigt sich zufrieden: „Gerade die Schulen, der Kindergarten und das Seniorenwohnhaus profitieren enorm von der ganzjährigen Öffnung. Der Tunnel hat historische Bedeutung, und mit der Sanierung machen wir ihn zu einem sicheren Weg für Jung und Alt.“
Bahn wurde bereits 1988 abgetragen
Die Kaprunbahn – auch als Schleppbahn Kaprun bekannt – war eine normalspurige und 6,8 km lange Güteranschlussbahn, die im Bahnhof Bruck-Fusch von der Salzburg-Tiroler Bahn abzweigte und durch den Ort Kaprun zu den Kraftwerksanlagen Glockner-Kaprun führte. Von der 1988 demolierten Bahnstrecke gibt es noch einige Relikte entlang der ehemaligen Trasse zu sehen.
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