Vor rund zehn Jahren saßen in der Berggasse in Steyr noch Verbrecher hinter Gittern, nun soll das rund 1000 Quadratmeter große Areal neu genutzt werden. Auch die Bevölkerung hat schon Ideen für das ehemalige Gefängnis.
An den Wänden sieht man noch Kritzeleien der Häftlinge, die Zellenschlüssel sind fein säuberlich aufgehängt. Vor rund zehn Jahren waren im ehemaligen Steyrer Gefängnis in der Berggasse die „schwedischen Gardinen“ endgültig gefallen, die letzten Häftlinge zogen damals aus oder um.
Danach wurde ein Teil des Gebäudekomplexes noch als Polizei-Anhaltezentrum genutzt, aber damit war vor zwei Jahren ebenfalls Schluss.
„Erlebnishotel“
Jetzt soll das leerstehende Gebäude wieder mit Leben gefüllt werden, die Stadt Steyr hat ein Entwicklungs- und Nutzungskonzept in Auftrag gegeben, das unter Rücksicht auf den Gebäudezustand unterschiedliche Varianten aufzeigen soll. Auch die Steyrerinnen und Steyrer machen sich Gedanken, die Vorschläge reichen von „Führung im Zuge der Nachtwächterwanderung“, „Winterquartier für Obdachlose“ oder „Erlebnishotel.“
Fakt ist, dass das Objekt sowohl innen als auch außen unter Denkmalschutz steht, was eine Nachnutzung der rund 1000 Quadratmeter nicht unbedingt einfacher machen wird. Die Lage ist „ziemlich genial“, außerdem gibt es zwei schmucke Innenhöfe. Detail am Rande: Bevor dort „Häfnbrüder“ eingezogen waren, wurden das ehemalige Kloster von Ordensschwestern bewohnt.
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