Der Nationalratswahlkampf 2024 ist auf der Zielgeraden. Auffallend: Einige Parteien besinnen sich zurück auf ihre Kernthemen, während Spitzenkandidaten wie Andreas Babler (SPÖ) mit persönlichen Auftritten, etwa im Bierzelt, punkten. Doch auch Katastrophen wie das Hochwasser könnten entscheidend sein. So analysiert es die Politologin Gerda Füricht-Fiegl im krone.tv-Gespräch mit Jürgen Winterleitner.
Im krone.tv-Gespräch mit der Politologin Gerda Füricht-Fiegl von der FH Burgenland wird deutlich, wie die aktuellen Strategien der Parteien den Wahlkampf prägen. Besonders auffällig ist die Rückkehr der SPÖ und Grünen zu ihren Kernthemen. „Back to the roots“ beschreibt Füricht-Fiegl die klare Fokussierung der SPÖ auf Themen wie Umverteilung, Arbeit und Pensionen, während die Grünen vor allem auf Umwelt und Klimapolitik setzen.
Für Überraschung sorgt zudem der Umgang der FPÖ mit dem Migrationsthema. Füricht-Fiegl bemerkt: „Die FPÖ spielt das Migrationsthema dieses Mal nicht so stark.“ Stattdessen fokussiert sie sich auf systemkritische Töne, wie das Volkskanzler-Narrativ von Herbert Kickl.
Ein weiteres zentrales Thema im Wahlkampf ist das Hochwasser, das Mitte September Teile Österreichs schwer getroffen hat. Füricht-Fiegl betont: „Katastrophen nützen den Regierungsparteien“, da sie in solchen Momenten in Entscheidungsrollen treten und viel Öffentlichkeit erhalten.
Babler als volksnaher Kandidat
Andreas Babler, Spitzenkandidat der SPÖ, wird für seine bodenständige, volksnahe Art gelobt. Füricht-Fiegl erklärt: „Andreas Babler kann Bierzelt!“ Seine Kampagne sei darauf ausgelegt, die breite Masse anzusprechen, und sein Auftreten in der Menge scheint bei der Zielgruppe gut anzukommen.
Welche Partei hat Ihrer Meinung nach die beste Wahlkampfstrategie? Wie beeinflussen Katastrophen wie das Hochwasser die politischen Chancen der Parteien? Teilen Sie Ihre Einschätzung und diskutieren Sie mit uns in den Kommentaren!
Das ganze Interview sehen Sie im Video oben.
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