Seit mehr als 15 Jahren liegt das Milliarden-Projekt Lobautunnel auf Eis und wurde auf die lange Bank geschoben. Doch die ÖVP Wien macht den Tunnel jetzt als Bedingung für eine neue Regierung.
Der Bau des Lobau-Tunnels ist eine unendliche Geschichte. Seit 2021 liegt das wichtige Milliarden-Straßenprojekt auf Eis, weil es von Verkehrsministerin Leonore Gewessler (Grüne) gestoppt wurde.Wenige Tage vor der Nationalratswahl lässt die Wiener Volkspartei mit einer Aussage aufhorchen. Die Röhre unter der Donau wird zur Koalitionsbedingung gemacht!
„Wir brauchen die Nordostumfahrung und den Lobautunnel. Er macht das bestehende Gesamtkonzept des Straßenrings rund um Wien komplett“, so ÖVP-Landesparteiobmann Karl Mahrer. Beides würde laut Stadt Wien zu einer Verkehrsentlastung der Südosttangente führen, auf der aktuell über 230.000 Fahrzeuge täglich unterwegs sind. Stattdessen gibt es dort Staus ohne Ende. Dazu der massive Durchzugsverkehr in der Donaustadt.
Der Lobautunnel muss ein fixer Bestandteil des nächsten Regierungsprogramms sein
ÖVP-Verkehrssprecher Andreas Ottenschläger und Nationalrätin Gudrun Kugler
Ursprünglich rechnete man mit einer Fertigstellung bis zum Jahr 2014. Stattdessen vergingen mehr als 15 Jahre mit Prüfungen, Einsprüchen und Genehmigungsverfahren – alle endeten positiv und das Projekt erhielt die notwendigen Bewilligungen. Alternativpläne ist das Verkehrsministerium bis heute schuldig geblieben. Trotz gegenteiliger Ankündigungen.
„Der Lobautunnel muss ein fixer Bestandteil des nächsten Regierungsprogramms sein“, fordern ÖVP-Verkehrssprecher Andreas Ottenschläger und Nationalrätin Gudrun Kugler. Mit welchen Partnern das umgesetzt werden soll, bleibt offen. Denn nicht einmal SPÖ-Chef Andreas Babler bekennt sich zu dem Tunnel.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.