Citizens’ initiative loses dispute over elementary school
In St. Wolfgang schritten die Bürger schon eine Woche vor der Nationalratswahl zur Urne: Die Gemeinde im Salzkammergut stimmte am Sonntag bei einer Volksbefragung darüber ab, wie es mit den beide Volksschulen im Ort weitergeht.
Schon seit Jahren plant die Gemeinde eine Zusammenlegung, über den Standort der gemeinsamen Volksschule wurde zuletzt aber gestritten. Eine große Mehrheit im Gemeinderat stimmte für einen Neubau im Ortsteil Rußbach, weil dort ein ausreichend großes gewidmetes Bauland vorhanden sei.
Nur die Grünen waren dagegen. Sie unterstützten eine Bürgerinitiative, die sich für eine Sanierung des alten Standortes im Ortszentrum, wo die öffentliche Anbindung besser sei, aussprach und eine Volksbefragung erzwang. Die brachte am Sonntag ein klares Ergebnis: 62 Prozent der Bürger wollen, dem Gemeinderat folgend, den Neubau – sie lehnten bei der Befragung eine Sanierung des alten Schulgebäudes im Ortszentrum ab. Knapp 60 Prozent der 2380 Wahlberechtigten gaben ihre Stimme ab.
Die Stimmung war natürlich angespannt. Jetzt ist wichtig, dass im Ort wieder Ruhe einkehrt und wir zielgerichtet weiterarbeiten.
Franz Eisl (ÖVP), Bürgermeister von St. Wolfgang
Wenige Schulschließungen in OÖ
„Jetzt ist wichtig, dass im Ort wieder Ruhe einkehrt“, sagt Bürgermeister Franz Eisl (ÖVP), nachdem die Stimmung in den vergangenen Wochen angespannt gewesen sei. Am neuen Standort werden gut 100 Schüler unterkommen, der alte im Ortszentrum soll zusperren
Diese Schulschließung hat Seltenheitswert, denn in den vergangenen Jahren blieb die Anzahl der Schulen in OÖ sehr konstant. Im abgelaufenen Schuljahr sperrten fünf Bildungsstätten zu, zwei davon im Bezirk Gmunden, wo in St. Wolfgang nun bald eine weitere Schulschließung folgen wird. In Vöcklabruck, Rohrbach und Ried eröffnete hingegen sogar jeweils eine neue Schule ihre Pforten.
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