Moskau tobt
Britische Regierung gewährt russischem Banker Asyl
Borodin erklärte, der positive Bescheid seines Asylantrages zeige, dass der britische Staat die Vorwürfe für falsch halte. Die britische Regierung gab bisher keine genaue Erklärung zu dem Fall ab, widersprach aber auch nicht den Meldungen, dass der 45-jährige Russe Asyl zugesichert bekommen hatte.
Moskau: "Bedauern, dass einfacher Trick funktioniert hat"
Die Regierung in Moskau tobt seit Bekanntwerden der Asylgarantie und wirft den Briten eine Einmischung in interne Angelegenheiten vor. "Sobald Sie 'politische Verfolgung' schreien, kriegen Sie garantiert politisches Asyl", sagte eine Sprecherin des russischen Premierministers Dmitri Medwedew gegenüber "Spiegel Online". "Wir bedauern, dass dieser einfache Trick im Vereinigten Königreich mal wieder funktioniert hat." Borodin sei ein "einfacher Krimineller", so die Sprecherin weiter.
Verbindungen zum Ehepaar Luschkow-Baturina
Russland hatte die Bank of Moscow im Juli 2011 mit der Rekordsumme von umgerechnet 9,8 Milliarden Euro vor der Pleite gerettet. Das Bankhaus war 1995 mithilfe des umstrittenen ehemaligen Bürgermeisters der Hauptstadt, Juri Luschkow, gegründet worden. Sie finanzierte hauptsächlich die Bauprojekte seiner Frau Jelena Baturina.
Borodin wurde von Ermittlern beschuldigt, er habe Baturina einen durch öffentliches Geld garantierten Kredit in Höhe von rund 320 Millionen Euro gewährt. Der Banker wurde in Großbritannien bekannt, als er 2011 das teuerste Haus Großbritanniens kaufte.
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